US-amerikanisches Offshore-Windenergieprojekt CVOW vor der Küste Virginias nimmt Betrieb auf
2026-03-26 15:00
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Nach 13 Jahren Bauzeit hat das Offshore-Windenergieprojekt CVOW vor der Küste des US-Bundesstaates Virginia damit begonnen, Strom ins Netz einzuspeisen. Das Projekt mit einer installierten Kapazität von 2,6 Gigawatt und Investitionen in Höhe von 11,5 Milliarden US-Dollar ist einer der größten Offshore-Windparks der USA. Seit dem 23. März sind die ersten Turbinen in Betrieb, weitere Anlagen werden schrittweise ans Netz angeschlossen.CVOW Offshore-Windpark vor der Küste Virginias

Eine Studie aus dem Jahr 2024 zeigt, dass die Kosten für Offshore-Windenergie bereits niedriger sind als für Erdgas, insbesondere während der winterlichen Starkwindperioden. Das Projekt sah sich jedoch aufgrund politischer Veränderungen mit Verzögerungen konfrontiert, die zu Baukostenerhöhungen von etwa 230 Millionen US-Dollar und Materialkostenerhöhungen von 137 Millionen US-Dollar führten. Diese Kosten könnten die monatlichen Stromrechnungen der Verbraucher durchschnittlich um 43 Cent erhöhen.

Das Unternehmen Dominion gab an, dass CVOW in den ersten zehn Betriebsjahren Brennstoffkosten in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar einsparen könne. Obwohl Netzaufrüstungen die Projektkosten um 9 % erhöhten, liegen die Strompreise in den drei von Dominion versorgten Bundesstaaten Virginia, North Carolina und South Carolina immer noch unter dem nationalen Durchschnitt.

Zur gleichen Zeit verzichtete der französische Energiekonzern TotalEnergies nach Erhalt einer Entschädigung auf zwei Offshore-Pachtgebiete an der Atlantikküste. Die finanzielle Perspektive für die New York Bight Region war ungünstig, die Pachtkosten beliefen sich 2022 auf 795 Millionen US-Dollar, während die Pachtgebühr für das CVOW-Gebiet im Jahr 2013 nur 1,6 Millionen US-Dollar betrug. Unternehmen wie Equinor treiben ihre Projekte in der New York Bight weiter voran, beispielsweise das 810-Megawatt-Projekt Empire Wind.

Die Entwicklung der Offshore-Windenergie in den USA steht weiterhin vor Herausforderungen. Der South Fork Windpark ist seit März 2024 in Betrieb und hat mit seiner Kapazität von 132 Megawatt als erstes kommerzielles Großprojekt wichtige Daten geliefert. Das Oceantic Network stellt fest: „Offshore-Windenergie ist in den Wintermonaten und während Spitzenlastzeiten besonders effizient.“ Das Projekt beobachtete zudem einen „Riff-Effekt“, der die Vermehrung von Fischen fördert.

Das South Fork-Projekt war rechtlichen Klagen ausgesetzt, doch das Innenministerium verteidigte seine Genehmigungen. Ähnliche Fälle könnten den Fortschritt anderer Offshore-Windprojekte beeinflussen. Branchenanalysen gehen davon aus, dass die Rolle der Offshore-Windenergie im US-amerikanischen Energiemix trotz politischer und kostenseitiger Schwankungen schrittweise zunehmen wird.

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