Das US-Startup Amogy plant in Zusammenarbeit mit dem Energieunternehmen Hoku Infrastructure, sein Ammoniak-zu-Wasserstoff-System in der asiatischen Digitalbranche einzuführen. Beide Parteien haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Hoku und seine Energietochtergesellschaft werden die Machbarkeit des Einsatzes der Technologie in Projekten in Japan, Taiwan und Singapur evaluieren, mit dem Ziel, Rechenzentren und Halbleiteranlagen mit Strom zu versorgen.
Amogys proprietäre Technologie nutzt Katalysatoren, um Ammoniak in Wasserstoff zu spalten, der dann in Brennstoffzellen oder Motoren zur Stromerzeugung eingespeist wird. Diese Methode wird als regelbare Energieoption für den wachsenden Energieverbrauch von Rechenzentren angesehen. Befürworter weisen darauf hin, dass Ammoniak im Vergleich zu Wasserstoff einfacher zu speichern und zu transportieren ist und so einen kohlenstoffarmen Energiepfad für netzlimitierte Regionen bietet.
Amogy war zuvor im Schifffahrtssektor aktiv und erhielt 2025 eine Risikofinanzierung in Höhe von 79 Millionen US-Dollar, wovon 23 Millionen US-Dollar speziell für die Expansion auf den asiatischen Markt bestimmt waren. Im September dieses Jahres unterzeichnete das Unternehmen außerdem eine Absichtserklärung mit einer singapurischen Forschungseinrichtung, um die Technologie mit Fokus auf die Rechenzentren des Landes weiterzuentwickeln.
Obwohl die Ammoniak-zu-Wasserstoff-Technologie Potenzial hat, führen mehrere Umwandlungsschritte zu Effizienzproblemen. Sicherheits-, Toxizitäts- und Emissionsherausforderungen bleiben Hindernisse für ihren großflächigen Einsatz. Diese Zusammenarbeit wird ihre Praktikabilität und Nachhaltigkeit in der asiatischen Digitalbranche testen.









