Dan Ammann, Leiter des Upstream-Geschäfts von ExxonMobil, sagte am Mittwoch auf der CERAWeek-Konferenz von S&P Global in Houston, dass das Unternehmen diese Woche ein Team in Venezuela habe, das die Öl- und Gasressourcen des Landes sowie den Zustand der damit verbundenen Infrastruktur bewertet.
Ammann wies darauf hin: „Wir bewerten den Zustand der Ressourcen dort, aber was noch wichtiger ist: Wie ist der Zustand der Infrastruktur vor Ort?“ Er sagte, es könnten einige kurzfristige Maßnahmen ergriffen werden, um die Ölproduktion schrittweise zu steigern, aber die vollständige Wiederherstellung der venezolanischen Ölindustrie könnte sehr lange dauern und Hunderte von Milliarden Dollar kosten.
Im Januar hatte ExxonMobil-Chef Darren Woods erklärt, Venezuela sei ohne dauerhafte Investitionsschutzmaßnahmen „nicht investitionswürdig“, was Aufmerksamkeit erregte. Der US-Ölproduzent hatte Venezuela 2007 nach der Verstaatlichung seiner Vermögenswerte verlassen.
Wegen langjähriger Unterinvestitionen ist die Ölproduktion Venezuelas deutlich gesunken. Als OPEC-Mitglied produzierte das Land einst drei Millionen Barrel Öl pro Tag, liegt derzeit aber weit unter diesem Niveau. Die Bewertung von ExxonMobil könnte als Referenz für mögliche künftige Zusammenarbeit dienen, konkrete Investitionspläne wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben.









