Die Umweltschutzbehörde Montenegros hat kürzlich die Umweltverträglichkeitsstudie für das Solarprojekt Vraćenovići in der Gemeinde Nikšić genehmigt, das eine geplante Kapazität von 100 MW aufweist. Gleichzeitig genehmigte die Behörde auch die Umweltstudie für das Solarkraftwerk Tupan, das sich ebenfalls in der Gemeinde Nikšić befindet und eine Kapazität von 90 MW hat.
Der Netzanschlussvertrag für das Solarprojekt Vraćenovići wurde bereits im Sommer 2024 mit dem montenegrinischen Übertragungsnetzbetreiber CGES unterzeichnet und sieht eine Anschlusskapazität von 87,5 MW vor. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant. Der Entwickler Agenos Energy, ein in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica registriertes Unternehmen, wird für den Bau des Projekts verantwortlich sein.
Laut der Studie wird das Solarkraftwerk Vraćenovići in einem hügeligen Gebiet im Süden der Gemeinde Nikšić errichtet, etwa 38 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Das Kraftwerk wird an die bestehende 110-kV-Übertragungsleitung Nikšić-Bileća angeschlossen, die durch das für das Projekt vorgesehene Grundstück verläuft, was den Netzanschluss technisch einfach und wirtschaftlich machbar macht. Die Studie geht von einer Betriebsdauer des Kraftwerks von 25 bis 30 Jahren aus.
Die Genehmigungsentscheidung verpflichtet den Projektentwickler, alle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Bau des Solarkraftwerks gemäß den in der Studie festgelegten Umweltschutzmaßnahmen durchzuführen, um die ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
Der Netzanschlussvertrag für das Solarkraftwerk Tupan wurde bereits Anfang dieses Monats unterzeichnet. Der Vertragspartner ist das in der Schweiz ansässige Unternehmen S2P Electric GMBH Rümlang. Dieses Unternehmen gehört der SS&A Power Group, die bereits eine Absichtserklärung zur Wärmespeicherung mit dem staatlichen montenegrinischen Energieversorgungsunternehmen Elektroprivreda Crne Gore unterzeichnet und eine Machbarkeitsstudie für ein Gaskraftwerk in Montenegro abgeschlossen hat.









