Laut einem Meinungsartikel von Jimena Sologuren, stellvertretende Managerin für soziale Verantwortung und Kommunikation bei Compañía Minera Poderosa, in der Tageszeitung „El Comercio“, nimmt die Wettbewerbsfähigkeit des peruanischen Bergbaus ab. In ihrer Analyse weist die Autorin darauf hin, dass das Land die aktuell hohen internationalen Rohstoffpreise nicht effektiv nutzen kann, um diese Marktchance zu ergreifen. In weniger als sechs Jahren ist Peru von einem der weltweit attraktivsten Bergbauinvestitionsstandorte laut dem Fraser Institute auf ein mittleres Wettbewerbsniveau abgerutscht.
Daten zeigen, dass sich der Entwicklungszyklus für Bergbauprojekte in Peru deutlich verlängert hat. Derzeit kann es bis zu 40 Jahre dauern, bis ein Bergbauprojekt von der Exploration bis zur Produktion reift, während dieser Prozess in den 1990er Jahren nur etwa 20 Jahre in Anspruch nahm. Diese verlängerte Entwicklungsdauer beeinträchtigt direkt die Effizienz der Projektumsetzung im peruanischen Bergbau.
Die mangelnde Dynamik des peruanischen Bergbausektors zeigt sich auch in der Projektumsetzung. Seit 2018 sind nur drei neue Bergbauprojekte (Greenfield-Projekte) in Produktion gegangen. Das im Jahr 2020 vorgestellte Projektportfolio hat sich bis 2025 kaum verändert, und für 2026 wird nicht mit dem Start neuer Minenbetriebe gerechnet. Diese Faktoren schränken gemeinsam das Entwicklungspotenzial des peruanischen Bergbaus ein.
Der Artikel erwähnt, dass Peru zwar über geologisches Potenzial und ein Konzessionssystem verfügt, das Fehlen von Investitionsförderungsentscheidungen jedoch ein Haupthindernis darstellt. Die Ausweitung illegaler Bergbautätigkeiten, die Notwendigkeit einer verstärkten Formalisierung der Branche sowie die Einführung von Rückverfolgbarkeitssystemen für Inputs und Bergbauprodukte werden als prioritär zu lösende Herausforderungen genannt.









