de.wedoany.com-Bericht: Die sambische Umweltbehörde hat den Umweltverträglichkeitsbericht für das Projekt veröffentlicht. Der grenzüberschreitende Bahnprojekt, das Sambias Kupfergürtel mit dem angolanischen Hafen Lobito verbinden soll, ist für den Baubeginn 2026 und die Fertigstellung 2030 geplant. Die etwa 830 Kilometer lange Strecke mit Gesamtinvestitionen von bis zu 50 Milliarden US-Dollar wird als wichtige Infrastruktur für den Rohstoffexport im südlichen Afrika angesehen und wird die regionale Mineralientransport-Landschaft neu gestalten.
Laut dem Umweltbericht werden die Gesamtprojektkosten auf 30 bis 50 Milliarden US-Dollar geschätzt, einschließlich des Bahnbaus und der Beschaffung von Schienenfahrzeugen. Die Afrikanische Entwicklungsbank hat bereits Finanzierungszusagen gemacht, und auch die EU hat Investitionsinteresse bekundet. Es bleibt jedoch unklar, ob die USA sich weiterhin an der Finanzierung des Eisenbahnbaus in Sambia beteiligen werden.
Die Africa Finance Corporation (AFC) wird als Hauptentwickler und Projektinitiator fungieren. Das Projekt wird als Special Purpose Vehicle (SPV) strukturiert, mit separaten Projektgesellschaften in Sambia und Angola. Die Regierungen beider Länder werden zusammen mit der AFC, Bergbauunternehmen und Bahnbetreibern Anteile halten.
Prognosen zufolge wird das Frachtaufkommen der Bahnstrecke im Jahr 2031 etwa 2 Millionen Tonnen erreichen und in den folgenden zehn Jahren auf fast 2,7 Millionen Tonnen ansteigen. Der Bericht weist darauf hin, dass dieses Transportvolumen im globalen Vergleich von Frachtbahnen relativ gering ist, aber für den regionalen Mineralienexport von großer strategischer Bedeutung ist.
Es ist bemerkenswert, dass dieses Projekt der größte Eisenbahnneubau in Sambia seit dem Bau der TAZARA-Bahn (Tansania-Sambia-Bahn) werden könnte. Die damals mit chinesischer Unterstützung gebaute TAZARA-Bahn verband Sambias Kupfergürtel mit dem Hafen in Tansania und wird derzeit von chinesischen Unternehmen modernisiert.
Angesichts des weltweit wachsenden Bedarfs an Schlüsselmineralien für die Energiewende wie Kupfer und Kobalt wird der Lobito-Korridor zu einem wichtigen strategischen Kanal für die Verbindung von Binnenressourcen in Afrika mit dem internationalen Markt. Gleichzeitig spiegelt er wider, dass die USA, Europa und multilaterale Finanzinstitutionen ihr Engagement im Bereich der Transportinfrastruktur für kritische Mineralien in Afrika verstärken.
Sambias Kupferbergbau
Sambia, oft als „Kupferland“ bezeichnet, verfügt laut US Geological Survey (2025) über Kupfermetallreserven von 21 Millionen Tonnen und belegt damit weltweit Platz 10 mit einem Anteil von etwa 2,1 %. Sambia ist nach der Demokratischen Republik Kongo der zweitgrößte Kupferproduzent Afrikas. Die Kupfervorkommen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Copperbelt-Provinz und die Nordwestprovinz. In Minen wie Lumwana (Nordwestprovinz), Konkola (Copperbelt) und Mingomba (Copperbelt) werden jeweils etwa 9 Millionen Tonnen Kupfermetall-Ressourcen prognostiziert.
Aktueller Stand des Lobito-Korridors
In Angola haben die USA der Lobito Atlantic Railway Company 553 Millionen US-Dollar für die Modernisierung der bestehenden Bahnstrecke vom Hafen Lobito zur Grenze der Demokratischen Republik Kongo bereitgestellt. In der Demokratischen Republik Kongo hat das Land in diesem Monat eine internationale Ausschreibung für die Sanierung der Tenke-Kolwezi-Dilolo-Bahnstrecke angekündigt. Bezüglich der Anbindung an Sambia unterstützt die Weltbank Machbarkeitsstudien für den Abschnitt Tenke-Lubumbashi-Sakania auf kongolesischem Gebiet. Informationskreisen zufolge ist derzeit unklar, ob die US-Regierung unter Trump zusätzliche Mittel für diese Verbindungsstrecke nach Sambia bereitstellen oder sich auf die Unterstützung der Sanierung der bestehenden Bahnstrecke von Angola in die Demokratische Republik Kongo konzentrieren wird.
Die bestehende Hauptstrecke des Lobito-Korridor-Projekts beginnt am Atlantikhafen Lobito in Angola, erstreckt sich etwa 1.300 Kilometer östlich bis zur Grenzstadt Luau an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und verläuft dann weitere 400 Kilometer von Luau bis zur wichtigen Bergbaustadt Kolwezi in der Demokratischen Republik Kongo. Geplant ist der Bau weiterer über 800 Kilometer Bahnstrecke für die Verbindung nach Sambia.
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