de.wedoany.com-Bericht: Am 29. Mai wurde das Fahrrinnenausbauprojekt des oberen Jangtse-Abschnitts von Chaotianmen nach Fuling (kurz: Chao-Fu-Abschnitt) offiziell in Betrieb genommen. Damit wird die 4,5 Meter tiefe Fahrrinne des Drei-Schluchten-Stauseegebiets bis in das zentrale Stadtgebiet von Chongqing verlängert, sodass 5000-Tonnen-Frachter ganzjährig vom Drei-Schluchten-Stauseegebiet direkt das Stadtgebiet von Chongqing erreichen können. Die Effizienz der goldenen Wasserstraße Jangtse wird dadurch weiter gesteigert.

Der Flussabschnitt des Chao-Fu-Projekts ist insgesamt 123 Kilometer lang. Er verbindet flussaufwärts das zentrale Stadtgebiet von Chongqing und flussabwärts das Hafengebiet von Fuling und verknüpft die drei wichtigen Knotenpunkte Guoyuan-Hafen, Longtou-Hafen und Cuntan-Kreuzfahrt-Hafen. Er ist die goldene Hauptverkehrsader für den ostwärts gerichteten Logistiktransport des Wirtschaftsraums Chengdu-Chongqing.

Vor dem Ausbau war die Fahrrinne dieses Abschnitts lediglich als Klasse II eingestuft, mit einer minimalen Unterhaltungstiefe von 3,5 Metern, und konnte nur von Schiffen bis 2000 Tonnen befahren werden. Zudem war das Flussbett eng, es gab viele Untiefen und Stromschnellen, und die Strömungsverhältnisse waren unruhig, sodass die Schifffahrtsbedingungen dringend verbessert werden mussten. Zur Umsetzung nationaler Strategien wie der Stärkung der Verkehrsinfrastruktur und der Entwicklung des Jangtse-Wirtschaftsgürtels genehmigte das Verkehrsministerium im November 2020 die Durchführung des Chao-Fu-Projekts mit einer Gesamtinvestition von 920 Millionen Yuan. Durch Maßnahmen wie den Bau von Dämmen, Baggerungen, Riffbeseitigungen und Ufersicherungen wurden elf kritische, die Schifffahrt behindernde Abschnitte wie Guangyangba, Dajiantan, Luoqi und Wangjiatan umfassend saniert. Gleichzeitig wurden vier Habitatgestaltungszonen eingerichtet und die Navigationshilfseinrichtungen ergänzt und verbessert.

Das Chao-Fu-Projekt liegt in der Nähe des Schutzgebiets der „Vier großen Hausfischarten" am oberen Jangtse. Zum Schutz der Ökologie wurde bei diesem Projekt ein innovatives Konzept für den umweltfreundlichen Fahrrinnenbau am Oberlauf entwickelt, das auf den Prinzipien „Ausweichen, Abmildern, Wiederherstellen, Integrieren" basiert. Es wurden ökologische Buhnen mit Durchlasskanälen für Gebirgsflussabschnitte entwickelt, die „Lebenskorridore" für Fischwanderungen freihalten; erstmals wurde eine Technik zur Schaffung von Fischhabitaten des Typs „Flachwasser-Tiefwasser" auf Basis von Baggergut und Riffbeseitigungsabraum eingesetzt; zudem kamen ökologische Fischriff-Elemente und neue, umweltfreundliche Dammstrukturen zur Anwendung. Insgesamt wurden bei dem Projekt 1,84 Millionen Kubikmeter Baggergut wiederverwertet, in Zusammenarbeit mit den Fischereibehörden über 900.000 seltene Fische ausgesetzt und 32.000 Quadratmeter künstliche Fischlaichplätze angelegt.
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