Deutschlands Hamburger Geothermie-Heizwerk in Wilhelmsburg feiert Richtfest
2026-04-15 11:48
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de.wedoany.com-Bericht: In Hamburgs Stadtteil Wilhelmsburg wurde kürzlich das Richtfest für das neue Geothermie-Heizwerk gefeiert. Das Projekt soll ab 2026 geothermische Wärme in das lokale Fernwärmenetz einspeisen. Es ist Teil des Programms „Integrierte Wärmewende Wilhelmsburg“ und wird von einem Konsortium vorangetrieben, zu dem die Hamburger Energiewerke mit ihrer Tochter Hamburger Energiewerke Geothermie GmbH, CONSULAQUA, die Forschungsgesellschaft mbH, die Hamburg University of Applied Sciences und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gehören. Die Bauarbeiten umfassen ein 8-MW-Wärmepumpensystem, eine Mittelspannungsverteilung, Transformatoren, Zirkulationspumpen und weitere Einrichtungen.Bild des Geothermie-Heizwerks in Wilhelmsburg

Das Richtfest markiert den Abschluss der Gebäudehülle des Energiezentrums. Das Projekt tritt damit von der Rohbauphase in die Phase der Geräteinstallation und Vorbereitung der Systemintegration ein. Gemäß Plan wird das von der WESKA Kältemaschinen GmbH hergestellte Wärmepumpensystem vor der Anlieferung in Wilhelmsburg werkseitig abgenommen. Vor dem Wärmezentrum werden zudem Pufferspeicher mit einem Gesamtvolumen von 100 Kubikmetern installiert, um Lastspitzen auszugleichen und den Betrieb des Wärmenetzes zu stabilisieren. Auf dem Dach des Gebäudes wird gleichzeitig eine Photovoltaikanlage errichtet, die Teil der zugehörigen Heizungsinfrastruktur ist.

Die Pläne für das Geothermie-Heizwerk Wilhelmsburg wurden erstmals 2019 bekannt gegeben, jedoch reichen die Untersuchungen zum geothermischen Potenzial des Standorts bis ins Jahr 2008 zurück. Im Jahr 2020 erhielt das Projekt „Integrierte Wärmewende Wilhelmsburg“ eine Förderung in Höhe von 22,5 Millionen Euro vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Bohrungen begannen 2022. Mittlerweile sind zwei Bohrungen fertiggestellt: Die erste erreicht eine Tiefe von 1300 Metern, die zweite 1460 Meter. Produktionstests haben gezeigt, dass die Förderbohrung aus 1300 Metern Tiefe 48 Grad warmes Wasser fördern kann, was die Grundlage für den Betrieb des geothermischen Heizsystems bildet.

Nach seiner Fertigstellung wird das Heizwerk in das Wilhelmsburger Fernwärmenetz integriert und die Bereiche „Energiebunker“ und „Energieverbund“ versorgen. Es ist geplant, schrittweise auch die Gebiete Rathausviertel, Elbinsel und Spreehafen anzuschließen. Im bestehenden Fernwärmenetz stammen bereits etwa 45 % der Wärme aus klimaneutralen Quellen wie Solarthermie, industrieller Abwärme und Kraft-Wärme-Kopplung mit Biomethan. Nach Inbetriebnahme wird das Geothermie-Heizwerk mehr Grundlast übernehmen, während Erdgas verstärkt zur Abdeckung von Spitzenlasten eingesetzt wird.

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