de.wedoany.com-Bericht: Ein Forschungsteam der RMIT-Universität in Australien hat kürzlich in der Fachzeitschrift „Advanced Science“ eine Studie über antivirale Kunststofffolien veröffentlicht. Die Studie entwickelte eine flexible Kunststofffolie mit Nanosäulen-Textur, die Viren bei Kontakt durch physikalische Kräfte mechanisch zerstören kann, ohne auf chemische Mittel angewiesen zu sein. In Labortests zeigte diese antivirale Kunststofffolie eine hohe antivirale Wirksamkeit, indem sie innerhalb einer Stunde etwa 94 % der Viruspartikel des humanen Parainfluenzavirus Typ 3 (hPIV-3) abtötete.

Der Erstautor der Studie, RMIT-Doktorand Samson Mah, sagte: „Das Design dieses Materials wurde unter Berücksichtigung der Praktikabilität entwickelt und ist mit bestehenden industriellen Produktionsmethoden kompatibel. Eines Tages könnten wir solche Folien auf Oberflächen wie Handybildschirmen, Tastaturen und Krankenhaustischen anbringen, um Viren bei Kontakt zu töten, ohne auf aggressive Chemikalien zurückgreifen zu müssen. Unsere Formen können an die Rolle-zu-Rolle-Fertigung angepasst werden, was bedeutet, dass die antivirale Kunststofffolie mit vorhandenen Fabrikausrüstungen in großem Maßstab hergestellt werden kann.“ Diese antivirale Kunststofffolientechnologie hat das Potenzial, in medizinischen und Konsumgüterbereichen eingesetzt zu werden und bietet eine skalierbare Herstellungsmethode.
Die Forscher fanden heraus, dass die Leistung dieser antiviralen Kunststofffolie hauptsächlich vom Abstand der Nanosäulen und nicht von ihrer Höhe abhängt. Mah wies darauf hin: „Durch die Anpassung des Abstands und der Höhe der Nanosäulen fanden wir heraus, dass die Dichte ihrer Anordnung für die Zerstörung von Viren wichtiger ist als ihre Höhe. Die dicht gepackte Struktur erhöht den Druck auf die Virusoberfläche und führt zum Platzen.“ Die effektivste Konfiguration war ein Nanosäulenabstand von etwa 60 Nanometern; bei einem Abstand von 100 Nanometern nahm die antivirale Aktivität ab und wurde bei etwa 200 Nanometern unwirksam. Die Studie zeigte auch, dass sowohl spitze als auch stumpfe nanometergroße Merkmale Viren stören können, wenn sie dicht angeordnet sind.
Derzeit konzentriert sich die Forschung an dieser antiviralen Kunststofffolie hauptsächlich auf umhüllte Viren wie hPIV-3, die eine fragile äußere Membran besitzen. Die Mitautorin der Studie, RMIT-Professorin Elena Ivanova, sagte: „Wir halten diese Textur für einen vielversprechenden Kandidaten für den täglichen Gebrauch und sind bereit, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, um sie für die Massenproduktion zu optimieren.“ Das Team plant, weiterhin nicht umhüllte Viren zu testen, die in der Regel schwerer zu inaktivieren sind, und die Anwendung von Nanometerabständen auf gekrümmten Oberflächen zu erforschen. Diese Studie bietet eine wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung neuartiger antiviraler Oberflächen, die in Zukunft möglicherweise weit verbreitet in der öffentlichen Gesundheit und im täglichen Schutz eingesetzt werden.
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