Spanische Universität Navarra entwickelt in Zusammenarbeit mit Unternehmen luftreinigende Photokatalyse-Baumaterialien
2026-04-23 15:34
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de.wedoany.com-Bericht: Die öffentliche Universität Navarra (UPNA) in Spanien hat in Zusammenarbeit mit fünf lokalen Unternehmen im Rahmen des Enercon-Projekts Baumaterialien entwickelt, die Sonnenlicht zur Luftreinigung nutzen können, und deren Wirksamkeit nachgewiesen. Diese zweieinhalbjährige Arbeit mit einem Budget von 1,5 Millionen Euro ist Teil des strategischen Forschungs- und Entwicklungsprogramms Navarra 2023 und zielt auf die Bewältigung der Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft ZIRKULAR I ab. Das Projekt hat auch eine Echtzeit-Überwachungstechnologie entworfen, um die Reinigungswirkung zu messen und eine rückverfolgbare Zertifizierung zu ermöglichen, mit dem Ziel, diese in CO₂-Gutschriften umzuwandeln.

Der Kern des Projekts ist die Entwicklung neuartiger Baumaterialien auf Basis von Titandioxid (TiO₂), die photokatalytische Eigenschaften besitzen und in Beton und Fassadenbeschichtungen integriert werden können. Durch die Aktivierung chemischer Reaktionen mittels Sonneneinstrahlung können sie auf Treibhausgase und andere Schadstoffe wie Stickoxide, Ozon, Methan, flüchtige organische Verbindungen und Schwebeteilchen einwirken. Laut UPNA ermöglichen diese Materialien auch eine selbstreinigende Oberfläche ohne externe Energiezufuhr. Der photokatalytische Prozess wird durch ultraviolettes Licht aktiviert, das TiO₂-Nanopartikel anregt, um organische und anorganische Schadstoffe abzubauen. Organische Verbindungen werden in einfachere Substanzen umgewandelt, letztendlich in Kohlendioxid, Wasser und anorganische Salze; anorganische Schadstoffe werden in weniger toxische Nitrate und Sulfate umgewandelt, die durch Regen oder Reinigung entfernt werden können.

Die zweite technologische Entwicklung ist ein fortschrittliches Sensorsystem zur Echtzeitüberwachung der Schadstoffreduktion. Dieses System wandelt Daten in verifizierbare Umweltauswirkungsindikatoren (ECO-COST) um, um die Reinigungsaktivität der Materialien und Oberflächen zu bewerten. Die dritte Komponente ist eine verteilte digitale Audit-Plattform basierend auf Hedera Hashgraph-Technologie. Sie zielt darauf ab, Reinigungsmaßnahmen auf transparente und rückverfolgbare Weise zu zertifizieren, ihre Umwandlung in CO₂-Gutschriften zu fördern und möglicherweise den Handel auf Emissionsmärkten zu ermöglichen. Die Plattform unterstützt sichere Interaktionen zwischen Gutschriftenerzeugern, -käufern und Regierungen. Die UPNA ist über ihr Smart City Institute (ISC) für das Design, die Entwicklung und den Einsatz der Plattform sowie für das Sensornetzwerk und die Materialcharakterisierung verantwortlich. Zu den beteiligten Forschern gehören Alberto Córdoba Izaguirre, Jesús Villadangos Alonso u.a. Das Projekt mit dem Titel „Auf dem Weg zur Kreislaufstadt: Öko-aktive Baumaterialien zur Erreichung von Klimaneutralität: Enercon“ schlägt einen Weg vor, um städtische Oberflächen in einem zirkulären Baukonzept aktiv zur Schadstoffreduktion beitragen zu lassen.

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