de.wedoany.com-Bericht: Am 12. Mai 2026 bestätigte die deutsche Lufthansa Group die Ausübung einer Option zur Erhöhung ihres Anteils an ITA Airways von 41 % auf 90 %. Diese Aufstockung soll im Juni 2026 erfolgen, bedarf jedoch noch der Genehmigung durch die europäischen und US-amerikanischen Aufsichtsbehörden.
Am 17. Januar 2025 hatte die Lufthansa den anfänglichen Erwerb von 41 % der Anteile an ITA Airways durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 325 Millionen Euro abgeschlossen. Der Konzern erklärte damals, dass Optionen für einen schrittweisen Erwerb der verbleibenden Anteile bestünden. Die jüngste Entscheidung macht diesen Fahrplan zu einer konkreten Übernahmestrategie.
ITA Airways erzielte 2025 erstmals einen Jahresgewinn: Der Nettogewinn betrug 209 Millionen Euro, das EBITDA 404 Millionen Euro und das EBIT 25 Millionen Euro. Das Management von ITA erklärte, dass ein Teil der Verbesserungen auf erste operative Synergien aus der Zusammenarbeit mit der Lufthansa Group zurückzuführen sei. Die Fluggesellschaft betreibt eine moderne, auf Airbus zentrierte Flotte, darunter A220, A320neo-Familie, A330neo und A350. Diese Flottenstruktur ist in hohem Maße kompatibel mit der Flotte der Lufthansa Group, die bereits eine große Anzahl von Airbus-Schmal- und Großraumflugzeugen betreibt, darunter A319, A320, A321neo, A330 und A350. Die Flottengemeinsamkeit bringt Synergievorteile in den Bereichen Schulung, Wartung, Ersatzteilbestände und Beschaffung.
Diese Akquisition ist Teil der umfassenderen Restrukturierungsstrategie der Lufthansa Group. In den letzten Jahren sah sich der Konzern mit Druck durch steigende Arbeitskosten, höhere Betriebsausgaben, Wettbewerb durch Golf- und europäische Billigfluggesellschaften sowie Flottenerneuerungskosten konfrontiert. Als Reaktion darauf hat die Lufthansa ihre Strategie der Integration, Multi-Hub-Koordination, Kostenvereinheitlichung und tieferen Integration zwischen den Tochtergesellschaften beschleunigt. Der Konzern kontrolliert bereits große europäische Fluggesellschaften wie Swiss International Air Lines, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings. Die Aufnahme von ITA Airways stärkt die Position der Lufthansa in Südeuropa und bietet ihr eine stabile Plattform in Italien, einem der größten Luftverkehrsmärkte Europas.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr betonte die Bedeutung des Aufbaus einer koordinierten Multi-Airline-Gruppe, um durch Skaleneffekte und operative Effizienz nachhaltige Gewinne zu erzielen. Von der Integration von ITA Airways werden Vorteile wie optimierte Flugplanerstellung, koordinierte Passagierströme auf Langstrecken, verbesserte Konnektivität der Drehkreuze Rom und Mailand, zentralisierte Beschaffung, gemeinsame Wartung, vereinheitlichte digitale Systeme und eine höhere Flugzeugauslastung erwartet. Der Konzern plant zudem, die Konnektivität der Star Alliance in ganz Südeuropa zu vertiefen und Rom effizienter mit Frankfurt, München, Zürich, Wien und Brüssel zu verbinden.
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