Festo aus Deutschland bringt die intelligente Greifsoftware GripperAI auf den Markt
2026-05-14 15:17
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de.wedoany.com-Bericht: Das deutsche Industrieautomatisierungsunternehmen Festo hat die intelligente Greifsoftware GripperAI vorgestellt, die speziell für Roboterzellen konzipiert ist, die verschiedene Produkte innerhalb derselben Maschine handhaben. In einer Produktionsumgebung mit gemischten Produkten sind in der Regel wiederholte Programmierung, anwendungsspezifische Integration und die Einrichtung von 3D-Kameras erforderlich. Diese Anforderungen verlangsamen die Bereitstellung, erhöhen die Integrationskosten und behindern die Skalierung der Automatisierung.

Die intelligente Greifsoftware läuft lokal in der Roboterzelle auf einem Standard-Industrie-PC, der mit einer 3D-Kamera verbunden ist. Sie ermöglicht es dem Roboter, verschiedene Gegenstände ohne kundenspezifische Programmierung zu handhaben und sich automatisch zwischen verschiedenen SKUs anzupassen, ohne dass Programmänderungen oder das Laden von Vorlagen erforderlich sind. Die Integrationsschritte für die Bereitstellung umfassen die Installation und Ausrichtung der Kamera, die Bestätigung einer geeigneten Beleuchtung, die Kalibrierung des Roboterbasissystems mit dem Kamera-Koordinatensystem und die Festlegung der Greifparameter. Nach Abschluss der Einrichtung berechnet die Software für jeden erkannten Gegenstand Greifpunkte, wählt automatisch aus, wenn mehrere Werkzeuge verfügbar sind, und sendet die Bewegungsbefehle an das Bahnsteuerungssystem des Roboters. Schlägt ein Greifvorgang fehl, berechnet das System neu und versucht es erneut, ohne dass eine Neuprogrammierung erforderlich ist.

Da die Softwarearchitektur über verschiedene Kameratypen hinweg einheitlich bleibt, können Fabriken je nach Anwendung und Budget passende Bildverarbeitungshardware wählen, wobei für die meisten Anwendungen kostengünstige 3D-Kameras verwendet werden können. Die Software ist mit zahlreichen Industrierobotern, kollaborativen Robotern und kartesischen Systemen kompatibel, die Bahnsteuerungssysteme verwenden, und ist robotermarkenunabhängig. Anwender können Zellen flexibel einsetzen oder erweitern, bestehende Geräte weiterverwenden und anwendungsspezifische Systeme hinzufügen.

In einem Anwendungsbeispiel stand die deutsche Würth-Gruppe in ihrem zentralen Distributionszentrum vor der Herausforderung der Handhabung gemischter Produkte. Ein mit der intelligenten Greifsoftware ausgestatteter Roboter nutzte eine Werkzeugstation mit Vakuum- und mechanischen Greifern, um für verschiedene Produkte – von kleinen USB-Sticks bis hin zu Kartons mit einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm – den passenden Greifer auszuwählen. Dies reduzierte den Bedarf an manueller Handhabung und löste ergonomische Probleme im Hochgeschwindigkeitsbetrieb.

Die intelligente Greifsoftware verfügt über mehrere Funktionen: Handhabung gemischter, unbekannter und ungeordnet gelagerter Gegenstände, ohne dass Vorlagen zwischen SKUs geladen werden müssen; automatische Berechnung von Greifpunkten und Auswahl aus verfügbaren Werkzeugen; automatische Neuberechnung und Wiederholung bei Greiffehlern; lokaler Betrieb auf einem mit einer 3D-Kamera verbundenen Standard-Industrie-PC; Unterstützung verschiedener 3D-Bildverarbeitungshardware bei einheitlicher Architektur; Kompatibilität mit verschiedenen Industrierobotern, kollaborativen Robotern und kartesischen Systemen; keine Abhängigkeit von einer einzelnen Robotermarke oder einem bestimmten Modell für Bereitstellung und Erweiterung.

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