de.wedoany.com-Bericht: Die hundertprozentige Fujitsu-Tochter Fsas Technologies hat ihre Geschäftsergebnisse für das Fiskaljahr 2025 veröffentlicht und meldete sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn ein zweistelliges Wachstum. Dabei übertraf der Auftragseingang die Zielvorgaben, der Umsatz stieg im Jahresvergleich um über 5 % und das Betriebsergebnis legte um mehr als 10 % zu. Gleichzeitig gab das Unternehmen die neuesten Fortschritte im Bereich der KI-Infrastruktur bekannt, darunter die technische Weiterentwicklung des stromsparenden KI-Prozessors Monaka auf Arm-Architektur, die Markteinführung des All-Flash-Speichers Eternus EP300 sowie eine deutliche Erweiterung des Partnernetzwerks. Dies markiert den Eintritt des Hardware-Unternehmens, das erst seit zwei Jahren eigenständig von Fujitsu operiert, in eine skalierte Wachstumsphase. Santosh Wadwa, Leiter des Plattformgeschäfts bei Fsas Technologies, erklärte gegenüber Medien, dass das Unternehmen trotz eingeschränkter Lieferketten, gestiegener Preise für Schlüsselkomponenten und einer sich in einigen Märkten noch entwickelnden Preissetzungsmacht für KI ein robustes Wachstum erzielt habe, das über dem Marktdurchschnitt liege.
Der Monaka-Prozessor ist das Kernstück der zukünftigen KI-Infrastruktur von Fsas Technologies. Der Chip nutzt die Armv9-A-Befehlssatzarchitektur und ein 3D-Chiplet-Design. Die Rechenchiplets basieren auf dem 2-nm-Prozess von TSMC und werden mittels hybrider Kupfer-Bonding-Technologie Face-to-Face auf eine SRAM-Cache-Schicht im 5-nm-Verfahren gestapelt. Der I/O-Chip integriert DDR5-Speichercontroller, PCIe 6.0- und CXL 3.0-Kanäle. Ein einzelner Chip vereint 4 Rechenmodule mit insgesamt 144 Arm-Kernen, in einer Dual-Sockel-Konfiguration lässt sich auf 288 Kerne pro Knoten skalieren und unterstützt die Arm-SVE2-Vektorerweiterungsbefehle für KI-Inferenz, High-Performance-Computing und große Datenverarbeitungslasten. Fujitsu erhielt bereits im Februar dieses Jahres erste, auf 3.5D-XDSiP-Packaging basierende Engineering-Samples von Broadcom und hat erste Tests sowie frühe Leistungsvalidierungen abgeschlossen. Die offizielle Auslieferung ist für das Fiskaljahr 2027 geplant. Parallel dazu bestätigte Fsas Technologies im April dieses Jahres, dass Fujitsu den japanischen Halbleiterhersteller Rapidus mit der Entwicklung einer eigenständigen KI-Inferenz-Beschleuniger-NPU im 1,4-nm-Verfahren beauftragt hat. Diese soll künftig zusammen mit der Monaka-CPU auf demselben Substrat eingesetzt werden und eine vollständige KI-Rechenplattform aus CPU+GPU+NPU bilden, die auch im japanischen Supercomputer der nächsten Generation „Fugaku NEXT" zum Einsatz kommen soll.
Eternus EP300 ist die jüngste Initiative von Fsas Technologies im Speicherbereich. Das System ist als kompakter All-Flash-Speicher für Unternehmen positioniert und speziell für moderne Workloads wie KI-Training und -Inferenz, Virtualisierung, Datenbanken und Kubernetes ausgelegt. Es unterstützt PCIe-5.0-Schnittstellen und eine hochverfügbare Aktiv-Aktiv-Clusterarchitektur. Das „EP" im Produktnamen steht für „Eco Power" und unterstreicht die Ziele der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Der Eternus EP300 schließt die Lücke zwischen den Eternus-AB/HB-Serien und den mittleren bis oberen Eternus-DX-Serien im Speicherportfolio von Fsas Technologies und vervollständigt damit die Full-Stack-Speicherproduktmatrix von Edge über Core bis zur Cloud.
Die rasche Expansion des Partnernetzwerks ist eine weitere Säule des Wachstums von Fsas Technologies. Im Fiskaljahr 2025 gewann das Unternehmen rund 1.200 neue Partner hinzu, wodurch die Gesamtzahl der Partner erstmals auf etwa 5.700 stieg. Über 80 % davon konnten erfolgreich aktiviert werden und generierten tatsächliches Geschäft, verglichen mit einer Aktivierungsrate von nur 15 % im vorangegangenen Fiskaljahr. Im Bereich Markenumbau trat Fsas Technologies im Februar 2026 offiziell in den britischen Markt ein und startete die Summit Tour 2026, eine Roadshow durch acht europäische Städte, mit Schwerpunkt auf Datensouveränität und sicherer IT-Infrastruktur. Im Partner-Ökosystem ging Fsas Technologies unter anderem eine OEM-Gold-Partnerschaft mit der Open-Source-Virtualisierungsplattform Proxmox VE ein und startete mit mgm technology partners in München das ESACA-Kooperationsprogramm, das europäischen Unternehmen eine souveräne KI-Softwareentwicklungsplattform bietet. Auch im Supercomputing-Bereich beschleunigt das Unternehmen sein Engagement: Als Teil eines Konsortiums mit dem spanischen Telekommunikationsanbieter Telefónica wurde es vom EuroHPC JU als Lieferant für das Upgrade-Projekt des Supercomputerzentrums MareNostrum 5 in Barcelona ausgewählt. Das Auftragsvolumen beträgt 129 Millionen Euro, die vollständige Inbetriebnahme ist für Mitte 2026 geplant. SUSE zeichnete Fsas Technologies zudem bei den Global Partner Awards 2026 als „Global Co-Innovator" aus und würdigte damit den Beitrag zur Migration geschäftskritischer SAP-Umgebungen auf eine quelloffene KVM-Architektur.
Fsas Technologies wurde im April 2024 offiziell aus Fujitsu ausgegliedert und ist für die Entwicklung und Fertigung der PRIMERGY-Server, PRIMEQUEST-IA-Server und ETERNUS-Speichersysteme verantwortlich, die eigenständig für den globalen Rechenzentrumsmarkt bestimmt sind. Von der technischen Entwicklung des Monaka-Chips bis zur Markteinführung des Eternus EP300 treibt Fsas Technologies den Aufbau seiner unternehmenskritischen IT-Infrastruktur im KI-Zeitalter parallel auf drei Wegen voran: durch eigene Chip-Entwicklungskompetenz, die Weiterentwicklung von Speicherprodukten und die Expansion des Partnernetzwerks.
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