de.wedoany.com-Bericht: Ein gemeinsames Forschungsteam der Abteilung für Augenheilkunde der Universität Navarra und 39 Schulen in der Autonomen Gemeinschaft Madrid hat in „Frontiers in Medicine" offiziell Forschungsergebnisse veröffentlicht, die die konjunktivale ultraviolette Autofluoreszenz (CUVAF) als objektiven Biomarker für das Myopie-Screening bei Kindern vorschlagen. Bei 1129 Kindern, bei denen eine CUVAF-Messung durchgeführt wurde, erreichte das altersadjustierte Diagnosemodell einen negativen Vorhersagewert von 91,9 % und eine Sensitivität von 76,5 %.
CUVAF ist eine Methode zur Messung kumulativer UV-Expositionsspuren auf der Bindehaut mittels nicht-invasiver Bildgebung. Das Forschungsteam führte eine Querschnitts-Fall-Kontroll-Studie mit 2616 Kindern im Alter von 7 bis 8 und 11 bis 12 Jahren an 39 Schulen in der Autonomen Gemeinschaft Madrid durch. Nach Ausschluss von 354 Kindern, die die Kriterien nicht erfüllten, wurden schließlich 2262 Teilnehmer in die Studie aufgenommen. Davon wurde bei 1129 Kindern, bei denen es die logistischen Bedingungen erlaubten, die CUVAF-Fläche gemessen und sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt: weniger als 7 Stunden und 7 Stunden oder mehr wöchentliche Aufenthaltsdauer im Freien. Die multivariate logistische Regression und die Analyse der Grenzwertoptimierungskurve zeigten, dass die Myopie-Prävalenz bei Kindern mit einer wöchentlichen Aufenthaltsdauer im Freien von 7 Stunden oder mehr bei 9 % lag und damit signifikant niedriger war als die 18 % in der Gruppe mit weniger als 7 Stunden. Bei den 1129 Kindern, für die CUVAF-Daten verfügbar waren, wiesen diejenigen mit hoher CUVAF-Expression nach Altersadjustierung eine Wahrscheinlichkeit von 91,9 % auf, nicht myop zu sein, einen positiven Vorhersagewert von 10,79 %, eine Sensitivität von 76,5 % und eine Spezifität von 29,6 %. Jede zusätzliche Stunde Aufenthalt im Freien reduzierte das Myopie-Risiko um etwa 2 %, bei 7 Stunden oder mehr pro Woche halbierte sich das Myopie-Risiko.
Dr. Sergio Recalde, Mitautor der Studie und Forscher am Labor für experimentelle Augenheilkunde der Universität Navarra, erklärte, dass es sich bei den kleinen fluoreszierenden Bereichen auf der Bindehaut, die durch UV-Strahlung entstehen, umso größer seien, je mehr natürliches Licht das Auge empfange. CUVAF liefere einen objektiven, nicht von Fragebögen abhängigen Indikator für die Dauer des Aufenthalts im Freien. Die Augenärztin Dr. Miriam de la Puente ergänzte, dass CUVAF bei Kindern mit längerer Aufenthaltsdauer im Freien häufiger vorkomme und negativ mit Myopie korreliere: Je größer die fluoreszierende Fläche, desto geringer das Risiko, an Myopie zu erkranken. In Screening-Programmen könne dies zur Identifizierung von Risikokindern und zur Überwachung der Einhaltung von Präventionsmaßnahmen eingesetzt werden. Auch auf Schulebene bestehe eine negative Korrelation zwischen CUVAF und der Myopie-Prävalenz.
Diese Studie ist eine der bislang größten Validierungsstudien mit CUVAF als Myopie-Biomarker. Die Stichprobe umfasst mehrere öffentliche, halbprivate und private Schulen in der Autonomen Gemeinschaft Madrid. Das Forschungsteam stammt von der augenheilkundlichen Abteilung der Universität Navarra, der Augenklinik des Hospital Clínic de Barcelona, der Medizinischen Fakultät der Universität Navarra und weiteren Einrichtungen und wurde vom Gesundheitsinstitut Carlos III. sowie dem spanischen Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten gefördert.
Diese Forschungsergebnisse stellen eine wichtige Ergänzung zum derzeitigen System der Myopie-Prävention bei Jugendlichen dar, das hauptsächlich auf Fragebögen zur Bewertung von Aktivitäten im Freien setzt. Die von der chinesischen Nationalen Gesundheitskommission zuvor veröffentlichten „Zehn Kernwissen zur Prävention und Kontrolle von Myopie bei Kindern und Jugendlichen" empfehlen eine tägliche Aufenthaltsdauer im Freien von mindestens 2 Stunden für Kinder und Jugendliche. Die individuelle Überwachung und Bewertung dieser Zeit im Freien ist in der Praxis jedoch weiterhin schwierig umzusetzen. CUVAF als objektives Quantifizierungsinstrument bietet das Potenzial, ein standardisiertes Bewertungsverfahren für die Früherkennung von Kindern mit hohem Myopie-Risiko und die Verfolgung des Interventionserfolgs bereitzustellen.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com










