de.wedoany.com-Bericht: Das irische Daten- und Technologieunternehmen Experian und das US-amerikanische Unternehmen ServiceNow haben kürzlich eine globale, mehrjährige Partnerschaft angekündigt. Die beiden Unternehmen werden die Fähigkeiten der Experian Ascend-Plattform nativ in die ServiceNow AI Platform integrieren, sodass unternehmerische Agentic AI in bestehenden Workflows auf vertrauenswürdige Daten, Analysen und Entscheidungskompetenzen zugreifen kann.
Bei der Einführung von Agentic AI in Unternehmen verschiebt sich der typische Engpass von der Frage „Kann das Modell antworten?" hin zu „Kann der Agent in realen Prozessen zuverlässig Entscheidungen treffen?". Der Ansatzpunkt der Kooperation zwischen Experian und ServiceNow besteht genau darin, Daten-, Identitäts-, Risikomanagement- und Entscheidungskompetenzen in Geschäftsprozesse einzubetten, anstatt den Agenten in isolierten Pilotprojekten zu belassen. Offiziellen Angaben von Experian zufolge werden die beiden Unternehmen mit Szenarien wie Mitarbeiter-Onboarding, Drittparteien-Risikomanagement und Modelllebenszyklus-Governance beginnen; im Bereich des Drittparteien-Risikomanagements wird die Zusammenarbeit auch die Erkennung von Unternehmensbetrug und die Identitätsprüfung abdecken. Für stark regulierte Branchen wie Finanzwesen, Gesundheitswesen, Automobilindustrie, Versicherungen und Agrarfinanzierung gilt: Wenn Agentic AI Genehmigungen, Prüfungen, Risikobewertungen und Prozessfortschritte übernehmen soll, muss sie über nachvollziehbare Datenquellen, erklärbare Entscheidungsmechanismen und konsistente Ausführungsgrenzen verfügen.
Die Experian Ascend-Plattform wird die entscheidende Zugangsschicht dieser Kooperation sein. Experian zufolge können KI-Agenten durch die Anbindung an die ServiceNow AI Platform in bestehenden Unternehmens-Workflows auf deren vertrauenswürdige Erkenntnisse und Entscheidungskompetenzen zugreifen und intelligente Beurteilungen in größerem Umfang automatisieren.
Diese Art der eingebetteten Zusammenarbeit spiegelt wider, dass sich der Weg zur praktischen Umsetzung von KI in Unternehmen verändert. In der Vergangenheit erprobten viele Organisationen KI zunächst rund um Kundenservice, Textgenerierung oder interne Assistenten und versuchten dann, die Ergebnisse manuell in die Geschäftssysteme zu übertragen; mit dem Einzug von Agentic AI in Workflow-Plattformen wie ServiceNow nähert sich das System dem Zustand des „Handelns im Prozess" an, beispielsweise durch Konsistenzprüfungen beim Mitarbeiter-Onboarding, durch den Abruf von Identitäts- und Betrugsrisikobewertungen im Lieferanten- oder Drittparteienmanagement oder durch die Nachverfolgung von Lebenszyklus-Knotenpunkten und Risikokontrollstatus in der Modell-Governance. Seitens Experian wird erwähnt, dass die Skalierung bei der Einführung von Agentic AI in globalen Organisationen oft durch einen Mangel an vertrauenswürdigen Daten eingeschränkt wird; durch die direkte Anbindung vertrauenswürdiger Informationen an Unternehmens-Workflows erhält Agentic AI die Chance, von experimentellen Einsätzen zum Regelbetrieb überzugehen. Cathy Mauzaize, Präsidentin von ServiceNow EMEA, erklärte ebenfalls, dass Unternehmen bereit seien, von der Testphase zur skalierenden Einführung überzugehen, und dass die Kombination der ServiceNow AI Platform mit der Entscheidungs- und Analyseplattform von Experian tiefere Einblicke in einer sicheren Umgebung ermögliche und die KI schnellere und intelligentere Entscheidungen treffen lasse.
Experian verstärkt derzeit auch seine eigene KI-Infrastruktur-Erzählung. In seinem globalen News-Blog vom 19. Mai wurde erwähnt, dass das Unternehmen seine KI-Fähigkeiten durch die Ascend-Plattform, die ServiceNow-Kooperation, Experian Agent Trust sowie neue Verbrauchererlebnisse auf ChatGPT und Snapchat ausbaut; dabei kombinieren die Agenten-Workflows in Ascend KI, Daten, Analysen und Entscheidungen, um Kunden bei der vertrauenswürdigen und skalierbaren Automatisierung komplexer Prozesse zu unterstützen.
Die Kooperation zwischen Experian und ServiceNow zur Einbettung von Agentic AI in Unternehmens-Workflows zeigt, dass sich der Wettbewerb im Bereich Unternehmens-KI von punktuellen Modellfähigkeiten hin zu Datenvertrauenswürdigkeit, Prozesskontrolle und Governance-Fähigkeiten verlagert. Für stark regulierte Branchen hängt die Frage, ob ein Agent tatsächlich in die Produktionsumgebung gelangen kann, davon ab, ob er in bestehenden Systemen Identitätsprüfungen, Risikobewertungen, Genehmigungsaufzeichnungen und Modell-Governance durchführen kann – und nicht nur Empfehlungstexte generiert.
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