de.wedoany.com-Bericht: Das bulgarische Unternehmen für erneuerbare Energien Sunterra RE hat die zweite Phase seines Batteriespeicherprojekts in den Solarparks in Galabovo, Kaloyanovo und Karlovo abgeschlossen und die Speicherkapazität um 1,3 GWh erhöht. Das Projekt bringt die gesamte Speicherkapazität auf nahezu 397 MW/1,3 GWh. Die Batteriesysteme sind für eine Speicherdauer von bis zu vier Stunden, einen Wirkungsgrad von etwa 90 % und eine Betriebsdauer von 25 Jahren ausgelegt.
Bei dieser Erweiterung kamen Lithium-Eisenphosphat-Systeme (LFP) zum Einsatz, mit einer Nennleistung von 150 MW/450 MWh in Galabovo, 150 MW/506 MWh in Kaloyanovo und 97 MW/320 MWh in Karlovo. Sunterra gab an, die Betriebsgenehmigung erhalten zu haben, die die Einhaltung technischer, regulatorischer und sicherheitsrelevanter Anforderungen bestätigt. Das Batteriespeichersystem wird aus Eigenmitteln finanziert und dient der Speicherung von Solarstrom sowie dessen Einsatz in Spitzenlastzeiten.
Durch die zusätzliche Speicherkapazität von 1,3 GWh erhöht das Projekt die in Bulgarien in Zeiten höchster Nachfrage verfügbare regelbare Leistung. Es ermöglicht die zeitliche Verschiebung der Solarstromerzeugung, indem Strom aus den früheren Tagesstunden gespeichert und bei Nachfragespitzen, etwa am Abend, freigegeben wird. Diese Fähigkeit zur „Spitzenkappung und Talverlagerung“ trägt dazu bei, den Volllastbetrieb von Kraftwerken in den teuersten Stunden zu reduzieren und die Abhängigkeit von Spitzenlast-Gaskraftwerken zu verringern. Da jeder Lade- und Entladezyklus eine Entladung von bis zu vier Stunden ermöglicht, sind die neuen Batterien besonders vorteilhaft, wenn sie mehrstündige Spitzenlastfenster abdecken. Die Anlagen können zudem durch schnelle Leistungsreaktion die Netzflexibilität erhöhen, indem sie bei plötzlichen Nachfragespitzen oder Schwankungen der Solareinspeisung aufgrund von Wolken schnell Angebot und Nachfrage ausgleichen. Darüber hinaus reduziert das System die Abregelung erneuerbarer Energien, indem überschüssiger Solarstrom, der nicht sofort verbraucht wird, gespeichert wird. Die drei miteinander verbundenen Solarfelder (Galabovo, Kaloyanovo, Karlovo) verbessern die Fähigkeit zur Mehrpunktunterstützung, sodass die Spitzenlastunterstützung auf mehrere Netzbereiche verteilt werden kann. Die lange Betriebsdauer (etwa 25 Jahre) macht die Spitzenlastregelung zu einer dauerhaften Netzressource.
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