de.wedoany.com-Bericht: Der US-amerikanische Unternehmensdienstleister DXC Technology hat kürzlich DXC Engineering eingeführt und damit seine bisherigen Engineering-Kapazitäten zu einem eigenständigen Servicebereich aufgewertet, der in das Beratungs- und Engineering-Servicegeschäft integriert ist. Dieser Bereich deckt Branchen wie Finanzdienstleistungen, Automobil, Fertigung, Telekommunikation und Energie ab und konzentriert sich auf Unternehmenssoftware, intelligente Systeme und physische KI-Szenarien. Er hilft Kunden, KI-Fähigkeiten von Pilotprojekten zu lauffähigen, skalierbaren Produktionssystemen zu entwickeln.
DXC Engineering baut auf der über 20-jährigen digitalen Engineering-Erfahrung von Luxoft auf, das 2019 von DXC übernommen wurde. Der neue Bereich integriert über 11.000 spezialisierte Ingenieure, die in mehr als 29 Ländern und 51 Lieferstandorten tätig sind, und stützt sich auf die größere DXC-Organisation mit 40.000 Mitarbeitern in den Bereichen Beratung und Engineering. Nach Angaben von DXC vereint DXC Engineering drei Arten von Fähigkeiten in einem System: erstens branchenspezifische Software und komplexe Systemintegrationsfähigkeiten, zweitens ein Partnernetzwerk für KI-Computing, Branchenplattformen und Technologie-Start-ups, und drittens Fähigkeiten im Design KI-gestützter Produkte für reale physische Umgebungen. Die bestehenden Engineering-Praktiken des Unternehmens decken bereits die Softwaresysteme von über 500.000 Fahrzeugen weltweit ab, bedienen 17 der 20 größten Banken der Welt und unterstützen über 350 Bank- und Kapitalmarktkunden. Der Bereich wird auch weiterhin Projekte wie das AMBER-Automobilsoftware-Framework, die Transaktionsrisiko-Engine, die digitale Bank-Infrastruktur, die Echtzeit-Kommunikationsnetzwerkplattform, die intelligente Fertigung und industrielle Engineering-Lösungen vorantreiben. Für große Unternehmen liegt der Wert dieser Dienstleistungen darin, Branchenprozesse, Altsysteme, proprietäre Software, Datenplattformen, KI-Modelle sowie Sicherheits- und Compliance-Anforderungen in einer einzigen Lieferkette zu verarbeiten. Dadurch werden typische Probleme der KI-Transformation vermieden, wie z. B. „Modelle können demonstriert werden, Systeme sind schwer in Betrieb zu nehmen, Geschäftsprozesse sind schwer anzubinden und der langfristige Betrieb ist schwer zu gewährleisten“. Indem DXC seine Engineering-Kapazitäten innerhalb der Beratungs- und Engineering-Dienstleistungen weiter nach vorne verlagert, zeigt sich, dass der Unternehmens-KI-Markt vom Einkauf allgemeiner Werkzeuge hin zum systemischen Aufbau für die Bereiche Finanzen, Automobil, Kommunikation und Fertigung übergeht.
DXC gibt an, dass das AMBER-Framework die Entwicklungszeit für Automobilsoftware um bis zu 50 % verkürzen und die Kosten für Infotainmentsysteme um bis zu 30 % senken kann.
Der Markt für Unternehmenssoftware tritt in eine Phase der „branchenspezifischen Systemneugestaltung“ ein. In den letzten zwei Jahren haben viele Unternehmen Pilotprojekte mit generativer KI in den Bereichen Kundenservice, Wissensabruf, Code-Assistenz, Büroautomatisierung und Datenanalyse durchgeführt. Wenn es jedoch an die eigentliche Produktion geht, werden die Probleme schnell komplexer: Finanzinstitute müssen KI in Transaktions-, Risikomanagement-, Abwicklungs-, Zahlungs-, Digital-Banking- und Meldesysteme integrieren; Automobilunternehmen müssen Software-Frameworks in Cockpit, autonomes Fahren, funktionale Sicherheit und die gesamte Fahrzeugelektronik- und -architektur einbetten; Telekommunikationsunternehmen müssen die Skalierbarkeit und niedrige Ausfallraten ihrer Echtzeit-Netzwerkplattformen sicherstellen; Fertigungs- und Energieunternehmen konzentrieren sich mehr auf Produktionslinieneffizienz, Gerätezustand, Felddaten und den kontinuierlichen Betrieb kritischer Infrastrukturen. DXC Engineering zielt genau auf diese anspruchsvollen Szenarien ab. Es betont die gleichzeitige Bereitstellung von Branchenwissen und Engineering-Ausführung. Durch proprietäre Plattformen, die Integration branchenspezifischer Softwarepakete, ein KI-Partnernetzwerk und das Design intelligenter Feld-Systeme werden KI-Fähigkeiten in die seit Jahren laufenden Kernsysteme der Kunden eingebettet. Die Einführung physischer KI erweitert auch die Grenzen der Unternehmenssoftware weiter, von Backend-Systemen, mobilen Anwendungen und Cloud-Plattformen hin zu Fahrzeugen, Fabriken, Geräten, Netzwerken und Infrastruktur vor Ort. Für Kunden wird die zentrale Herausforderung der KI-Transformation nicht mehr nur die Wahl des richtigen Modells sein, sondern wie KI in einer Umgebung mit hoher Zuverlässigkeit, strenger Compliance, vielen Systemen und vielen Anbietern kontinuierlich arbeiten kann. Engineering-Dienstleister, die Verantwortung für Design, Bau, Integration und Betrieb übernehmen können, werden bei der unternehmensweiten KI-Einführung eine wichtigere Rolle spielen.
Die Einführung von DXC Engineering spiegelt auch den Wandel im Wettbewerb auf dem Markt für Technologiedienstleistungen wider. Beratungsunternehmen, Cloud-Anbieter, Softwareentwickler und Systemintegratoren konkurrieren alle um die KI-Budgets von Unternehmen. Was große Unternehmen jedoch wirklich brauchen, ist eine langfristige Lieferfähigkeit, die Strategie, Daten, Software-Engineering, Branchenprozesse und Betriebsverantwortung miteinander verbindet. Die nächsten Variablen konzentrieren sich darauf, ob DXC die Fähigkeiten seiner 11.000 Ingenieure in wiederverwendbare Plattformen umwandeln kann, ob es die Kundenbeispiele in den Bereichen Finanzen, Automobil, Kommunikation und Fertigung kontinuierlich erweitern kann und wie zuverlässig sich physische KI in realen Industrie- und Infrastrukturszenarien erweist. Da die Unternehmens-KI in die Phase der großflächigen Bereitstellung eintritt, wird die Lieferung von Unternehmenssoftware mehr Wert auf Branchentiefe, Engineering-Qualität und Produktionsstabilität legen.
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