de.wedoany.com-Bericht: Der finnische Telekommunikationsbetreiber Elisa hat im zweiten Quartal die ersten groß angelegten Rechenzentrums-Anschlussverträge unterzeichnet, was den offiziellen Start seines Rechenzentrums-Anschlussgeschäfts markiert. Topi Manner, CEO von Elisa, betonte in der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen, dass der Rechenzentrumsmarkt eine entscheidende langfristige Wachstumschance für das Unternehmen sei und Finnland ein „idealer Standort für Rechenzentrumsbetreiber“ sei.
Laut einer gemeinsamen Studie des Verbands der Finnischen Industrie (Confederation of Finnish Industries) und des Finnischen Rechenzentrumsverbands (Finnish Data Center Association) aus dem Jahr 2025 beträgt die aktuelle Marktgröße finnischer Rechenzentren etwa 285 Megawatt (MW). Bis 2030 könnte das potenzielle Wachstum über 1,5 Gigawatt (GW) betragen, und der Gesamtumfang bereits angekündigter Projekte übersteigt 3,4 GW. Manner erklärte, dass dieses Wachstum Chancen für Telekommunikationsbetreiber schaffe, und gab bekannt, dass die von Elisa unterzeichneten Verträge den Neubau von Rechenzentren mit einer Kapazität von über 100 Megawatt betreffen. Er nannte keine konkreten Unternehmen, die an den Verträgen beteiligt sind. Elisa hatte zuvor mit Wind River zusammengearbeitet, um vollautomatische Edge-Rechenzentren zu betreiben, und sieht die wichtigste Chance im Rechenzentrumsbereich in der Glasfaservernetzung der Einrichtungen. Trotz des erwarteten langfristigen Wachstums in diesem Bereich lag der Umsatz von Elisa im zweiten Quartal bei 551 Millionen Euro (630 Millionen US-Dollar), ein leichter Rückgang von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Ergebnisse weitgehend stabil blieben.










