de.wedoany.com-Bericht: Am 18. Mai 2026 gab Shanghai auf einer Pressekonferenz zum „Start des 15. Fünfjahresplans“ bekannt, dass die Stadt die „Künstliche Intelligenz+“-Initiative umfassend umsetzen wird. Der Fokus liegt auf Schlüsselindustrien wie integrierte Schaltkreise, High-End-Ausrüstung und Automobilbau. Unter der Führung von zehn Musterunternehmen wird eine integrierte Anordnung von verkörperter Intelligenz, industriellen Intelligenzkörpern, industriellen Korpora und intelligenten Rechen-Cloud-Plattformen vorangetrieben, um intelligente native Fabriken zu fördern. Shanghai strebt an, bis zum Ende des 15. Fünfjahresplans 100.000 humanoide Roboter in Fabriken zu bringen und die Durchdringungsrate von Intelligenzkörper-Anwendungen in Industrieunternehmen über der festgelegten Größe auf über 80 % zu steigern.
Dies markiert, dass die Validierungsszenarien für humanoide Roboter direkt in reale Fabriken verlagert werden. Im Bereich der Automobilherstellung bewegen sich humanoide Roboter von Pilotversuchen hin zur großflächigen Anwendung. Das Jahr 2026 wird von der Branche als entscheidender Wendepunkt vom Labor zur Massenproduktion angesehen.
Der Automobilherstellungsprozess umfasst vier Hauptverfahren: Stanzen, Schweißen, Lackieren und Endmontage. Dabei sind die Automatisierungsraten beim Schweißen und Lackieren relativ hoch, während die Automatisierungsrate in der Endmontagehalle noch niedrig ist. Dies macht die Endmontage zum „Hauptschlachtfeld“ für den Einsatz humanoider Roboter. Die Arbeitsgänge in der Endmontagehalle sind stark fragmentiert, die Teilevielfalt ist groß, und viele Aufgaben erfordern Handgefühl, visuelle Koordination sowie positionsadaptive Anpassungen, die herkömmliche Roboterarme nur schwer bewältigen können. Humanoide Roboter ersetzen in der Endmontage nicht die vorhandene Automatisierungsausrüstung, sondern übernehmen komplexe Operationen, die derzeit von Menschen ausgeführt werden müssen. Ihre menschenähnlichen Arme und das mobile Fahrgestell ermöglichen es ihnen, direkt an menschlichen Arbeitsplätzen zu arbeiten und Standardwerkzeuge zu verwenden, ohne dass bestehende Produktionslinien oder Vorrichtungen abgebaut oder umgebaut werden müssen.
In letzter Zeit haben mehrere Automobilhersteller Pläne angekündigt, humanoide Roboter in ihre Fabriken zu integrieren. Am 18. Mai 2026 veröffentlichte Matrix Super Intelligence den universellen Flaggschiff-humanoiden Roboter MATRIX-3 und startete gleichzeitig die Massenproduktion. Es wird erwartet, dass bis 2027 eine Produktionskapazität von 100.000 Einheiten erreicht wird. MATRIX-3 hat bereits Großaufträge von Unternehmen wie SAIC Motor und Foxconn erhalten und wird hauptsächlich in industriellen Szenarien wie der Automobilherstellung und der Elektronikmontage eingesetzt werden.
Das BMW-Werk in Leipzig, Deutschland, plant, ab Sommer 2026 erstmals in Europa zwei von Hexagon Robotics entwickelte humanoide Roboter namens Aeon in der Automobilherstellung einzusetzen. Dies ist die erste Einführung humanoider Roboter in einem europäischen BMW-Werk. In der Anfangsphase werden sie hauptsächlich repetitive Aufgaben wie den Transport von Komponenten und das Greifen und Platzieren bei der Batteriemontage übernehmen. Aus Investorenbeziehungsunterlagen vom 19. Mai 2026 geht hervor, dass die Hyundai Motor Group Pläne erstellt hat, über 25.000 von ihrer Tochtergesellschaft Boston Dynamics entwickelte Atlas-humanoide Roboter in den Produktionsstätten von Hyundai Motor und Kia Motors einzusetzen. Die genauen Einsatzpläne wurden jedoch nicht detailliert angegeben. Der Walker S-Roboter von Ubtech ist bereits in die New Energy Vehicle-Fabrik von BYD eingezogen und übernimmt Aufgaben wie Materialtransport und Präzisionsmontage, die ohne menschliches Eingreifen ablaufen. Humanoide Roboter definieren die Art und Weise der Automobilherstellung neu. Sie ersetzen nicht vollständig bestehende Industrieroboter, sondern fungieren als hochintelligente „Helfer“, die in das Produktionssystem integriert werden und die Flexibilitätsprobleme lösen, mit denen herkömmliche Automatisierungsgeräte nur schwer umgehen können.
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