Kanadische UNDO-Kooperation erzielt Durchbruch bei der Messung von verwitterungsbedingter Kohlenstoffbindung
2026-06-03 14:30
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de.wedoany.com-Bericht: Das Kohlenstoffentfernungsunternehmen UNDO hat gemeinsam mit Forschern der Newcastle University und des James Hutton Institute eine wissenschaftliche Arbeit über Messtechniken zur beschleunigten Verwitterung (enhanced rock weathering) verfasst. Die von Cambridge University Press veröffentlichte Studie befasst sich mit UNDOs zum Patent angemeldeter Sättigungs-Zentrifugations-Methode (SATuration-Centrifugation, SAT-C), die den großflächigen Einsatz der beschleunigten Verwitterung in verschiedenen Klimazonen, Jahreszeiten und Bodenarten unterstützen soll.

Bei der beschleunigten Verwitterung handelt es sich um eine natürliche Technologie, bei der zerkleinerte Silikatgesteine auf Ackerflächen ausgebracht werden, um Kohlendioxid zu binden. Sie gilt seit langem als vielversprechender Weg zur Kohlenstoffentfernung. Herkömmliche Methoden zur Messung der Kohlenstoffentfernung basieren jedoch auf der Gewinnung von Porenwasser durch natürliche Bodenfeuchtigkeit, was in Trockenperioden zu Datenerfassungslücken und damit zu Lücken in der Langzeitüberwachung führt. Angesichts zunehmend häufigerer Trockenperioden weltweit wird eine ganzjährige Messung immer wichtiger.

UNDOs SAT-C-Technologie kombiniert die Entnahme intakter Bodenkerne, eine kontrollierte Sättigung mit entionisiertem Wasser und eine Zentrifugation, um Porenwasser aus dem Boden für chemische Analysen zu gewinnen. Diese Technologie ermöglicht die Gewinnung zuverlässiger Porenwasserproben unabhängig vom Bodenfeuchtigkeitsgehalt und erzeugt so kontinuierliche Monitoring-, Berichts- und Verifizierungsdaten (MRV) für verschiedene Klimazonen und Jahreszeiten, was die Qualität von Kohlenstoffzertifikaten und das Vertrauen in deren Versicherbarkeit verbessert.

Die Validierung von SAT-C wurde in großem Maßstab in UNDOs kanadischen Feldversuchen durchgeführt. Die entsprechenden Ergebnisse sollen im Juli 2026 auf der Goldschmidt-Konferenz in Montreal vorgestellt werden. Die Forschung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem McLaren Racing Accelerator Programme, bei dem Ingenieurteams Rennsporttechnik und F1-Technologie nutzen, um einen Prototyp einer SAT-C-Bodenschnecke zu entwickeln, die ganzjährig einsetzbar ist. Diese batteriebetriebene Schnecke erreicht ganzjährig Tiefen von bis zu 30 Zentimetern und funktioniert zuverlässig sowohl in trockenen, verdichteten Böden als auch unter feuchten Winterbedingungen, während sie die Bodenstruktur erhält und die Bodenbeeinträchtigung minimiert. Der neueste Prototyp verkürzt die Bodenprobenahmezeit um 70 % und reduziert die damit verbundenen Emissionen um 90 %, was die Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit des Einsatzes verbessert.

Kim Wilson, Director of Sustainability bei McLaren Racing, erklärte, das Team verfolge das Ziel, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Durch die Zusammenarbeit mit UNDO zeige man, wie Hochleistungstechnik zur Bewältigung von Umweltproblemen eingesetzt werden könne, um die Umsetzung von Klimaschutzlösungen zu beschleunigen. Jim Mann, Gründer und CEO von UNDO, wies darauf hin, dass SAT-C ein entscheidender Durchbruch sei, um die Glaubwürdigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit der beschleunigten Verwitterung zu steigern, da es eines der Haupthindernisse für die weltweite Ausweitung der dauerhaften Kohlenstoffentfernung beseitige.

Obwohl SAT-C im Kontext der beschleunigten Verwitterung entwickelt wurde, bestehen die adressierten Herausforderungen der Bodenüberwachung auch in Bereichen wie Landwirtschaft, Bodenrenaturierung und Umweltsanierung. Daher hat die Technologie einen breiteren wissenschaftlichen Anwendungswert. Sie bietet einen Weg zur Senkung der Validierungskosten und erweitert die weltweit nutzbaren Gebiete für Projekte zur beschleunigten Verwitterung. Jedes mit dieser Technologie generierte Kohlenstoffzertifikat wird durch eine Echtzeit- und rückverfolgbare Prüfpfad unterstützt.

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