Goldman senkt Kupferangebotsprognose, globales Kupferdefizit dürfte auf 640.000 Tonnen anwachsen
2026-06-04 10:24
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de.wedoany.com-Bericht: Goldman Sachs hat seine Prognose für das weltweite Kupfererzangebot um 350.000 Tonnen gesenkt und verwies darauf, dass die Wiederaufnahme der Arbeiten in der Grasberg-Mine von Freeport-McMoRan (NYSE: FCX) in Indonesien sowie im Kamoa-Kakula-Komplex von Ivanhoe Mines (TSX: IVN; US-OTC: IVPAF) in der Demokratischen Republik Kongo langsamer als erwartet voranschreite. Am Mittwoch notierte der Kupferpreis an der London Metal Exchange (LME) bei etwa 14.040 US-Dollar pro Tonne.

Die größere Kakula-Mine im Kamoa-Kakula-Komplex ist seit etwa einem Jahr außer Betrieb, nachdem ein Erdbeben zu schweren Überschwemmungen unter Tage geführt hatte. Auch ein unterirdischer Schlammfluss in der Grasberg-Mine im September 2025, bei dem fünf Bergleute ums Leben kamen, störte die Produktion. Goldman Sachs erwartet, dass beide Minen vor 2028 nicht wieder das ursprünglich erwartete Produktionsniveau erreichen werden.

Die aktualisierte Prognose spiegelt die wachsende Besorgnis über Kupferangebotsengpässe vor dem Hintergrund einer weiterhin starken Nachfrage wider. Goldman Sachs geht nun davon aus, dass sich das Angebotsdefizit außerhalb der USA von zuvor geschätzten 60.000 Tonnen auf 640.000 Tonnen ausweiten wird. Gleichzeitig entwickeln sich die Kupferimporte in die USA weiterhin besser als erwartet. Laut Goldman Sachs haben die US-Importe im ersten Halbjahr 2026 bereits die Erwartungen übertroffen, und mit der Öffnung des Importarbitrage-Fensters wird für den kommenden Monat eine erneute Beschleunigung der US-Importe prognostiziert.

Die Analysten von Goldman Sachs wiesen zudem darauf hin, dass die anhaltend sinkenden Lagerbestände in anderen Regionen ein weiterer Faktor sei, der die Kupferpreise stütze. Sie gehen davon aus, dass die strukturelle Nachfrage aus Elektrifizierungs- und Energiewendeprojekten den Kupfermarkt weiterhin stützen werde, wiesen aber auch auf die Risiken hin, die von der US-Zollpolitik ausgehen.

Analysten von Citi vertreten eine ähnliche Auffassung. Sie erklärten, dass die anhaltende Besorgnis über US-Zölle auf raffiniertes Kupfer die Marktstimmung stützen könnte, und fügten hinzu, dass das schwache Wachstum des Minenangebots zusammen mit der „robusten" Nachfrage aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Energiewende ebenfalls die Kupferpreise stützen werde.

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