de.wedoany.com-Bericht: In einem Steinbruch in Cheshire ist eine schwimmende Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von 400 kW in Betrieb gegangen, die den Industriemineralproduzenten Bathgate Silica Sand mit erneuerbarem Strom versorgt. Die Anlage besteht aus 650 schwimmenden Solarmodulen, die auf dem North Ackley Lake installiert wurden, und wurde vom schottischen Meeresenergieunternehmen Nova in sechs Monaten errichtet.

Das Projekt wurde von Nova in Zusammenarbeit mit dem Umwelttechnikunternehmen RSK Group entwickelt, startete im Dezember 2025 und erzeugte im Mai 2026 erstmals Strom. Während der Bauarbeiten blieb der Steinbruchbetrieb normal. Die Fläche der Anlage entspricht der von zwei olympischen Schwimmbecken. Es wird erwartet, dass sie Bathgate Silica Sand hilft, die Energiekosten zu senken und die Dekarbonisierungsziele des hundertjährigen Steinbruchs zu unterstützen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen bodenmontierten Photovoltaikanlagen, die aufgrund ihres Flächenverbrauchs oft umstritten sind, benötigt schwimmende Photovoltaik kein zusätzliches Land, und das darunterliegende Wasser kühlt die Module auf natürliche Weise, was die Stromerzeugungseffizienz steigert. Obwohl es sich noch um eine Nische im Solarmarkt handelt, zeigt ein aktueller Bericht von CBI Economics, dass schwimmende Photovoltaik eine bedeutende Chance darstellt, um Stromrechnungen zu senken, die Stromerzeugung in Großbritannien zu erhöhen, die Energieversorgungssicherheit zu stärken und den Übergang zu einem kohlenstoffarmen Stromsystem zu unterstützen. Der Solar-Fahrplan der britischen Regierung hat sich verpflichtet, die nationale Photovoltaik-Kapazität bis 2035 auf 70 GW zu erhöhen, und schwimmende Photovoltaik gilt als geeignet für eine schnelle und großflächige Installation auf Seen, Stauseen, in Häfen und Buchten.
Simon Forrest, CEO von Nova, erklärte, dass die erste Stromerzeugung im Steinbruch in Cheshire ein wichtiger Meilenstein sei, der die Fähigkeit des Teams beweise, Projekte innerhalb von sechs Monaten zu liefern. Die Anlage senke bereits die Energiekosten des Kunden und zeige eindrucksvoll den Wert, den schwimmende Photovoltaik für Unternehmen mit Gewässern schaffen könne. David Robinson, Geschäftsführer von Bathgate Silica Sand, bezeichnete dies als einen wichtigen Moment für das Unternehmen und zeige, dass Steinbrüche eine Schlüsselrolle bei der Schaffung einer nachhaltigeren Zukunft spielen. Darüber hinaus entwickelt das französische Cleantech-Unternehmen HelioRec küstennahe schwimmende Solarsysteme für Küstengewässer, um die Anwendungsmöglichkeiten der schwimmenden Photovoltaik weiter auszubauen.
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