Chile plant, in den nächsten zehn Jahren 100 Milliarden US-Dollar in die Kupferindustrie zu investieren
2026-07-23 17:53
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de.wedoany.com-Bericht: Chile erwägt, in den nächsten zehn Jahren rund 100 Milliarden US-Dollar in die Kupferindustrie zu investieren, um die Nachfrage von Rechenzentren zu decken, den Kundenstamm zu erweitern und die Abhängigkeit vom chinesischen Markt zu verringern.

Der chilenische Außenminister Francisco Pérez Mackenna erklärte am Mittwoch auf dem Bloomberg Sustainable Business Summit in Singapur, dass der Exportmarkt Chiles stark konzentriert sei und die Anzahl der Regionen, die sein Kupfer kaufen, ausgeweitet werden müsse. Dafür seien umfangreiche Investitionen erforderlich, um von der Ausfuhr von Kupferkonzentrat auf die Ausfuhr von raffiniertem Kupfer umzustellen. Er wies darauf hin, dass China aufgrund seiner großen Industriebasis wahrscheinlich weiterhin ein wichtiger Kunde für chilenische Kupferprodukte bleibe, die Nachfrage nach Kupfer jedoch mit dem weltweiten Bauboom von Rechenzentren breiter gestreut sein werde.

Derzeit bemühen sich zahlreiche Länder um die Sicherung der Kupferversorgung. Kupfer ist ein entscheidender Rohstoff für Stromnetze, Elektrofahrzeuge und Rechenzentren, die den weltweiten Künstliche-Intelligenz-Boom antreiben. Pérez Mackenna sagte, Chile habe bereits Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Indien aufgenommen und werde bestehende Abkommen mit Nachbarländern verstärken, um weitere Exportmärkte zu erschließen.

China ist seit Jahren der größte Abnehmer von chilenischem Kupfer und macht mehr als die Hälfte der Exporte aus. Aufgrund von Minenunterbrechungen, die das globale Angebot einschränken, und der raschen Expansion der chinesischen Schmelzindustrie, die den Wettbewerb um Kupferkonzentrat verschärft, gestalten sich die Verhandlungen über jährliche Lieferverträge in den letzten Jahren jedoch schwieriger. Die Marktveränderungen haben den chilenischen Produzenten Antofagasta Plc dazu veranlasst, vorzuschlagen, die jährlichen Kupferkonzentratverträge an einen Spotmarktindex zu koppeln, anstatt feste Verarbeitungs- und Raffinationsgebühren zu verwenden, und damit das jahrzehntealte Preissystem der Branche herauszufordern.

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