de.wedoany.com-Bericht: Die Hauptversammlung von Acciona Energía in Madrid hat alle Tagesordnungspunkte mit absoluter Mehrheit angenommen, darunter die Genehmigung des Jahresabschlusses, des jährlichen Nachhaltigkeitsberichts, die Wiederwahl von KPMG als Wirtschaftsprüfer bis 2029 sowie die Zahlung einer Dividende von 0,03 Euro pro Aktie, die am 18. Juni ausgezahlt wird.

Auf die Frage eines Aktionärs, warum trotz eines profitablen Geschäftsumfelds eine „bescheidene“ Dividende ausgeschüttet werde, erklärte José Manuel Entrecanales, Vorstandsvorsitzender von Acciona Energía, dies sei eine „strategische Entscheidung“, die auf dem anhaltenden Investitionsbedarf des Unternehmens beruhe. Er erläuterte, dass der Vorstand und der Markt es derzeit für klüger hielten, eine niedrigere Dividende zu zahlen und die finanziellen Ressourcen für weiteres Wachstum zu nutzen.
Arantza Ezpeleta, CEO von Acciona Energía, gab für das Jahr 2026 einen Ausblick und betonte, das Unternehmen verfolge einen „ambitionierten, aber umsichtigen“ Ansatz mit dem Ziel eines „schrittweise beschleunigten“ Wachstums. Gestützt durch die bestehenden Projektpipeline solle ein Zubau von rund 700 Megawatt erfolgen. Der Fokus liege auf der Beschleunigung des Asset-Turnover-Betriebs, der Sicherstellung der vollständigen Inbetriebnahme wichtiger Anlagen, der Festigung neuer Wachstumspfade sowie der Stärkung von Effizienz und Kostendisziplin. Darüber hinaus solle „selektiv“ in Energiespeicherung, Kapazitätserweiterung und andere Energielösungen investiert werden. Sie fügte hinzu: „Wir werden mit der strengen Unternehmensführung und dem sozialen Engagement voranschreiten, die unser Unternehmen auszeichnen.“
In ihrer Rede unterstrich Ezpeleta die Bedeutung des Abschlusses des Energiewendeprozesses. Sie wies darauf hin, dass die Geschichte oft große Veränderungen hinterfrage und Zweifel, Druck sowie rückwärtsgewandte Stimmen auftauchten. Das vergangene Jahr habe jedoch gezeigt, dass die Energiewende in einer komplexer werdenden Welt nicht geschwächt, sondern unverzichtbar werde. Auch Entrecanales, Vorstandsvorsitzender der Acciona-Gruppe, vertrat die Ansicht, dass die aktuelle Lage ein „unaufhaltsames“ Wachstum des Anteils erneuerbarer Energien am Energiemix vorantreibe – dies sei keine „ideologische“ Antwort, sondern eine Antwort auf „wissenschaftlicher, klimatischer, wirtschaftlicher und industrieller“ Ebene. Er stellte fest, dass die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien „keine Alternative mehr ist, sondern zu einem nationalen Sicherheitsgut geworden ist“, und betonte, dass Energiesicherheit nicht nur durch den Ersatz importierter Brennstoffe durch heimische Energiequellen erreicht werde, sondern auch sichergestellt werden müsse, dass die zur Stromerzeugung eingesetzten Technologien europäischen Standards entsprächen und nicht von Entscheidungen abhingen, die tausende Kilometer entfernt getroffen würden.
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