de.wedoany.com-Bericht: Pakistan hat kürzlich eine neue Ausschreibung für Flüssigerdgas (LNG) veröffentlicht, um 1 Million Tonnen LNG zu beschaffen und den durch die sommerliche Hitzewelle gestiegenen Strombedarf zu decken. Dies ist die vierte LNG-Ausschreibung des Landes auf dem Spotmarkt in den letzten zwei Monaten. Allerdings können nicht alle Ausschreibungen erfolgreich Lieferverträge abschließen; in einigen Fällen hielt der staatliche Betreiber Pakistan LNG Limited selbst das niedrigste Angebot für zu teuer.
Pakistan ist langfristig auf LNG-Lieferungen aus Katar angewiesen, doch die Konflikte im Nahen Osten haben die Produktion und den Export von katarischem LNG unterbrochen. Dies trifft Pakistan schwer, da die LNG-Preise aus Katar für das finanziell angespannte Land erschwinglich waren. Mit der Blockade dieser Versorgungsroute ist die pakistanische Regierung gezwungen, auf dem Spotmarkt nach Ersatzlieferungen zu suchen.
Seit dem Konflikt mit Iran, der sämtliche LNG-Lieferungen aus dem Nahen Osten aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Straße von Hormus festsetzt, sind die asiatischen Spotpreise für LNG stark gestiegen. Trotzdem ist Pakistan erstmals seit drei Jahren auf den Spotmarkt gegangen, da der Ausfall der regelmäßigen Lieferungen aus Katar eine Stromkrise und weitreichende Stromausfälle ausgelöst hat.
Mitte Mai gelang es der pakistanischen Regierung, mit Iran zu verhandeln und die sichere Durchfahrt von zwei katarischen LNG-Tankern zu gewährleisten, die im Rahmen bestehender Langzeitverträge dringend benötigten Brennstoff lieferten. Einer dieser Tanker war der erste LNG-Transporter, der seit dem 1. März die Straße von Hormus passierte, nachdem Iran die Meerenge aufgrund eines Raketenangriffs der USA und Israels am Vortag geschlossen hatte.
Obwohl Pakistan wichtige Energieimporte sichern konnte, belasten die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise die Wirtschaft des Landes. Aktuelle Daten des pakistanischen Statistikamtes von Anfang dieses Monats zeigen, dass die Inflationsrate im Mai um 11,7 % in die Höhe schnellte, die Kerninflationsrate im Jahresvergleich um 9 % und im Vergleich zum April um 8 % stieg.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









