de.wedoany.com-Bericht: Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radev erklärte, dass das Projekt der neuen Erdgasleitung „Vertikaler Gaskorridor" (Vertical Gas Corridor), die Griechenland mit der Ukraine verbindet, gut voranschreitet und die Erweiterung der entsprechenden Energieinfrastruktur planmäßig verläuft.
Die USA haben im vergangenen Jahr ein langfristiges Abkommen unterzeichnet, das darauf abzielt, den Einfluss Russlands auf dem südeuropäischen Öl- und Gasmarkt zu bekämpfen. Gemäß diesem Abkommen exportieren die USA Flüssigerdgas nach Griechenland, das dann über den sogenannten „Vertikalen Gaskorridor" durch Bulgarien und Rumänien in die Ukraine transportiert wird. Diese Route unterstützt auch den Rücktransport von Gas.
Radev erklärte in einer gemeinsamen Erklärung mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis in Sofia, dass Bulgarien seine Verpflichtungen erfülle. „Der Vertikale Korridor wird planmäßig umgesetzt. Die Bauarbeiten im Süden Bulgariens sind abgeschlossen, die im Norden laufen noch." Radev fügte hinzu, dass Bulgarien im Rahmen dieses Plans daran arbeite, die Kapazität der bestehenden Gasleitung nach Griechenland um 2 Milliarden Kubikmeter auf 5 Milliarden Kubikmeter zu erhöhen.
Radev sagte, Bulgarien sei daran interessiert, sich an der Verwaltung des Hafens Kavala im Norden Griechenlands zu beteiligen. Dies ist Teil des Plans für einen griechisch-bulgarischen Schienengüterverkehrskorridor, der die nordgriechischen Häfen mit den bulgarischen Schwarzmeer- und Donauhäfen verbinden und so die Meerenge der Dardanellen umgehen soll.
Mitsotakis wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit in diesem Hafen hauptsächlich von den privaten Investoren abhänge, die derzeit einen Teil des Hafengeschäfts verwalten. Ein Plan, der griechische Investitionen in die bulgarische Infrastruktur vorsieht, könnte jedoch umsetzbar sein.
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