de.wedoany.com-Bericht: Meta (ehemals Facebook) erwägt, durch eine groß angelegte Aktienemission Kapital zu beschaffen, um seine massiven Investitionspläne im Bereich Künstliche Intelligenz zu unterstützen. Dieser Schritt folgt auf die Ankündigung einer Aktienemission in Höhe von 84,7 Milliarden US-Dollar durch Googles Mutterkonzern Alphabet und zeigt, dass Technologiegiganten die Kapitalallokation beschleunigen, um sich im KI-Wettlauf zu positionieren.
Die Führungsebene von Meta evaluiert derzeit kontinuierlich verschiedene Finanzierungsoptionen, wobei die Aktienemission eine der Möglichkeiten ist. Das Unternehmen plant, seine Ausgaben im Zusammenhang mit KI-Technologien drastisch zu erhöhen, die allein in diesem Jahr 145 Milliarden US-Dollar erreichen könnten. Angesichts der kapitalintensivsten Entwicklungsphase aller Zeiten benötigt Meta langfristige finanzielle Mittel für den Bau neuer Rechenzentren und die Entwicklung von KI-Modellen, insbesondere zur Unterstützung der von Mark Zuckerberg auf Plattformen wie Facebook, WhatsApp und Instagram geplanten Vision einer „persönlichen Superintelligenz“.

Zu den Führungskräften, die für die Diskussionen über den Aktienverkauf verantwortlich sind, gehören Finanzvorstand Susan Li und Dina Powell McCormick, die im Januar dieses Jahres zur Präsidentin des Unternehmens ernannt wurde. Eine von Powell McCormicks Aufgaben ist die Neuausrichtung der langfristigen Planung von Meta in Bezug auf KI-Infrastruktur und Finanzierung. Analysten zufolge könnte Goldman Sachs bei einem solchen Geschäft als federführend ausgewählt werden, da Powell McCormick 16 Jahre lang bei dieser Investmentbank tätig war.
In den letzten Jahren hat sich die Kapitalstruktur von Meta erheblich verändert. Im Jahr 2022 betrugen die langfristigen Schulden des Unternehmens weniger als 10 Milliarden US-Dollar, während es in den letzten Monaten rund 55 Milliarden US-Dollar aufgenommen hat. Im Oktober letzten Jahres beschaffte es 27 Milliarden US-Dollar von der Blue Owl Management Company. Ein Sprecher von Meta teilte der Financial Times jedoch mit, dass die Diskussionen über einen Aktienverkauf „reine Spekulation“ seien, schloss die Möglichkeit jedoch nicht aus und betonte, dass man „so flexibel wie möglich Kapital beschaffen“ werde, um die Chancen im KI-Bereich zu nutzen.
Die Welle massiver Kapitalbeschaffungen unter Technologieunternehmen hält an. Neben Meta plant SpaceX, das Raumfahrtunternehmen, nächste Woche durch einen Börsengang bis zu 75 Milliarden US-Dollar einzunehmen, was einer Unternehmensbewertung von 1,75 Billionen US-Dollar entspricht. Auch Anthropic und OpenAI haben Börsenzulassungsanträge eingereicht, deren Bewertungen jeweils über 1 Billion US-Dollar liegen könnten.
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