Britische Trinity House vergibt Auftrag über 220 Millionen Euro für zwei Wartungsschiffe an Vard
2026-07-23 16:32
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de.wedoany.com-Bericht: Der italienische Konzern Fincantieri hat bekannt gegeben, dass seine norwegische Tochtergesellschaft Vard einen Vertrag über den Bau von zwei multifunktionalen Tonnen- und Leuchtturmwartungsschiffen für die britische General Lighthouse Authority Trinity House unterzeichnet hat. Der Auftragswert beträgt über 220 Millionen Euro.

Trinity House-Schiff

Das Projekt wurde im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung vergeben und ist Teil des „Future Forward“-Programms von Trinity House, das die Erneuerung der aus drei Schiffen bestehenden Flotte vorsieht. Die neuen Schiffe werden die derzeit im Dienst befindliche THV Patricia und THV Galatea ersetzen, um die Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit der Navigationshilfen zu verbessern und die Wartung kritischer maritimer Infrastrukturen in britischen Gewässern zu unterstützen.

Das Schiffsdesign basiert auf dem Vard 9 601-Konzept, das gemeinsam von Vard Marine in Kanada und Vard Design in Norwegen entwickelt wurde. Diese hochgradig vielseitigen Mehrzweckplattformen werden Fähigkeiten zur Tonnenwartung, hydrografischen Vermessung und Notfallreaktion integrieren, um die Mission von Trinity House als eine der ältesten und angesehensten maritimen Organisationen der Welt zu unterstützen.

Neben dem Schiffsbau umfasst der Vertrag auch eine Ausbildungskooperation zwischen Trinity House und Vard Marine in Kanada, die Auszubildenden und Studenten die Möglichkeit bietet, maritime Fähigkeiten durch internationale Zusammenarbeit zu entwickeln. Die Vereinbarung sieht zudem die Einbindung der britischen Lieferkette während des gesamten Bauprojekts vor.

Pierroberto Folgiero, CEO und Generaldirektor von Fincantieri, erklärte, dass dieser Auftrag eine wichtige Anerkennung der Fachkompetenz von Vard sowie der industriellen und technologischen Führungsrolle von Fincantieri im Bereich des Baus komplexer Schiffe darstelle. Die Unterstützung einer Organisation wie Trinity House bedeute, durch Lösungen, die Nachhaltigkeit, Innovation und langfristige Vision vereinen, zur Sicherheit, Widerstandsfähigkeit und Zuverlässigkeit maritimer Dienste beizutragen. Das Projekt spiegele das Engagement des Unternehmens wider, strategische Fähigkeiten zu entwickeln, die zunehmend die Zukunft des maritimen Sektors prägen – von der Energiewende und Digitalisierung bis hin zur Sicherheit und Widerstandsfähigkeit kritischer Systeme und Infrastrukturen.

Die beiden Schiffe werden mit einem Hybridantriebssystem und Batteriespeicherlösungen ausgestattet, um den Kraftstoffverbrauch und die Umweltbelastung zu reduzieren, emissionsfreien Betrieb im Hafen zu ermöglichen und die Betriebseffizienz während der Fahrt und bei dynamischen Positionierungsmanövern zu steigern. Mit Blick auf die zukünftige Anpassungsfähigkeit können die Schiffe zudem auf Methanol umgerüstet werden, um ihre Umweltauswirkungen während ihrer gesamten Betriebsdauer weiter zu verringern.

Neben den fortschrittlichen Umweltleistungen werden die Schiffe auch mit modernen digitalen und Cybersicherheitsfähigkeiten ausgestattet, die den sicheren und widerstandsfähigen Betrieb der bordeigenen Systeme unterstützen. Dies spiegelt die wachsende Bedeutung der Cyber-Resilienz im maritimen Bereich wider.

Die Schiffe werden unter Nutzung der globalen integrierten Wertschöpfungskette von Vard gebaut und sollen im zweiten Quartal 2029 und im vierten Quartal von einer Werft von Vard in Norwegen ausgeliefert werden.

Trinity House-Schiff

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