de.wedoany.com-Bericht: Die Paul Rauschert Steinbach GmbH, die auf 120 Jahre Erfahrung in der Herstellung technischer Keramik zurückblickt, hat mit der GENESIS-Plattform von Mitsubishi Electric eine umfassende Modernisierung ihres Energiemanagements realisiert. Der Hersteller von Präzisionsteilen, Zündsystemen, Heizelementen und Kunststoffformteilen stand zuvor vor Herausforderungen im Energiemanagement: Veraltete Systeme lieferten nur isolierte Daten, boten keine Visualisierungsmöglichkeiten und wurden nicht mehr unterstützt. Die Ursachen für Spitzen im Energieverbrauch im Winter waren unbekannt, monatliche Energieberichte erforderten umfangreiche manuelle Erstellung, und die zeitliche Verzögerung der Informationen verhinderte effektive Eingriffe. Die verpflichtenden EU-Energieberichte erhöhten die administrative Belastung zusätzlich.

Fabian Völk vom Team Instandhaltung und Gebäudetechnik bei Rauschert wies darauf hin, dass das Unternehmen zwar über Daten verfügte, ihnen aber das Verständnis fehlte. Wenn Energiespitzen auftraten, ließ sich deren Ursprung nicht zurückverfolgen, und die monatlichen Berichte waren zeitlich verzögert. Um diese Visualisierungslücke zu schließen, führte das Unternehmen die GENESIS-Plattform von Mitsubishi Electric ein. Das Energiemanagement-Tool dieser Plattform kann vorhandene Energiezähler anbinden und historische Daten speichern. Es bietet einheitliche Datenkonnektivität und unternehmensweite Integration, integrierte Berechnungs-, KPI-, Analyse-, Datenhistorien- und Berichtsfunktionen, unterstützt verschiedene Zählertypen und ermöglicht eine schnelle Bereitstellung bei verkürzter Projektlaufzeit.
Das neue System ermöglicht die Echtzeit-Energieüberwachung aller Gebäude am Standort und erkennt Verbrauchsspitzen sofort. Wenn im Winter Energiespitzen auftreten, kann der Bediener über die Verteilungsdiagramme von der Anlagenebene bis zu bestimmten Geräten oder Gebäudebereichen zurückverfolgen. Die assetbasierte Verwaltungsfunktion ermöglicht es den Benutzern, die Ursachen für geringe Energieeffizienz präzise zu lokalisieren. Die automatische Berichterstellung ersetzt manuelle Prozesse; EU-Compliance-Berichte können nun mit einem Klick Daten zu Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen für Strom, Gas, Wasser und andere Versorgungsleistungen extrahieren.
Nach der Implementierung hat sich das Energiemanagement von einer monatlichen manuellen Erstellung zu einer umfassenden Übersicht mit sofort nutzbaren Erkenntnissen gewandelt. Untersuchungen von Verbrauchsspitzen, die früher stundenlange manuelle Datenanalysen erforderten, sind jetzt dank visueller Zuordnung und Drill-Down-Funktionen in wenigen Minuten erledigt. Fabian Völk erklärte, der Unterschied sei offensichtlich: Daten, die früher von speziell dafür zuständigen Mitarbeitern aus verschiedenen Systemen zusammengestellt werden mussten, können jetzt sofort analysiert werden, und EU-Compliance-Berichte sind mit einem Klick erstellt.
Christian Nomine, European Strategic Product Manager für Visualisierung und Analyse bei Mitsubishi Electric Europe B.V., ist der Ansicht, dass die entscheidende Veränderung darin liegt, dass das Anlagenpersonal die Energiedaten klar einsehen kann. Diese Transparenz ermöglicht es ihnen, Optimierungsbereiche schnell zu identifizieren und den Verbrauch zu senken. Laut einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) entfällt etwa 39 % des weltweiten Endenergieverbrauchs auf die Industrie, und die Energiekosten können in energieintensiven Branchen bis zu 30 % der Betriebsausgaben ausmachen. Systemisches Energiemanagement kann in der Regel in den ersten drei Jahren Energieeinsparungen von über 10 % erzielen; in Einzelfällen sind durch langfristige Bemühungen Reduzierungen von bis zu 60 % möglich. Wenn man sich an den energieeffizientesten Unternehmen der IEA-Mitgliedsstaaten orientiert, könnten jährlich bis zu 600 Milliarden Pfund eingespart werden. Investitionen in Energiemanagement und Energieeffizienzmaßnahmen amortisieren sich in der Regel innerhalb von drei Jahren.
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