de.wedoany.com-Bericht: Die NASA entwickelt für die Mission „Space Reactor 1 Freedom“ (SR-1 Freedom) ein vereinfachtes Managementmodell, um die Entwicklung eines nuklearen Antriebssystems für Marsflüge zu beschleunigen.
Der Start der Mission ist für etwa zweieinhalb Jahre geplant. Ziel ist es, erstmals in der Geschichte elektrische Energie aus einem Kernreaktor zu nutzen, um Ionen- oder Plasmatriebwerke anzutreiben. Diese Technologie könnte eine hohe Effizienz für Langstrecken-Interstellarflüge ermöglichen.
Um die Umsetzung des Projekts zu beschleunigen, überprüft das NASA-Management derzeit die Verwaltungsprozesse, um Entscheidungsverzögerungen zu reduzieren und bürokratische Hürden zu beseitigen. Die schnelle Vorantreibung der Mission ist der Nutzung vorhandener Technologiebasis zu verdanken: Die Plattform verwendet das für die Mond-Raumstation „Gateway“ entwickelte Modul „Power and Propulsion Element“ (PPE); der Kernreaktor wird auf einem vom US-Energieministerium entwickelten Forschungsreaktorprojekt aufbauen. Die Ausrüstung wird mit langen Stangen ausgestattet, um den Reaktor vom Hauptkörper zu isolieren, sowie mit großen Kühlkörpern.
Die SR-1 Freedom-Mission wird auch einen Eintrittskörper namens „SkyFall“ zum Mars senden. Dieses System wird nach dem Eintritt in die Planetenatmosphäre drei kleine Hubschrauber freisetzen, die auf dem Design von „Ingenuity“ basieren. Die NASA zielt darauf ab, den Neuentwicklungsaufwand zu minimieren und maximal auf die bereits in der „Perseverance“-Mission validierte Technologie zurückzugreifen. Die Projektkosten wurden noch nicht offiziell bekannt gegeben; die Finanzierung soll durch die Umverteilung bestehender Mittel (insbesondere aus dem Budget des „Gateway“-Projekts) erfolgen.
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