de.wedoany.com-Bericht: Der Leiter der usbekischen Atomenergiebehörde (Uzatom), Azim Achmedchajajew, erklärte am 4. Juni, dass der bestehende Kernkraftwerksstandort im Bezirk Farisch der Provinz Jizzakh „aus allen Blickwinkeln ein äußerst vielversprechendes Gelände" sei. Die geologischen Erkundungen in diesem Gebiet seien bereits vollständig abgeschlossen, sodass die Voraussetzungen für einen schnellen Start neuer Kernenergieprojekte gegeben seien und Platz für zwei weitere große Blöcke bestehe. Er deutete an, dass die Behörde plane, mit der usbekischen Akademie der Wissenschaften über den Aufbau einer wissenschaftlichen Infrastruktur auf dieser Basis zu beraten und bei Bedarf zusätzliche Technologien, einschließlich moderner Forschungsreaktoren, einzuführen.
Der usbekische Präsident Schawkat Mirsijojew gab am 5. Juni auf der Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums St. Petersburg bekannt, dass Usbekistan angesichts einer möglichen Verdoppelung des Strombedarfs in den nächsten zehn Jahren und seiner weltweit zehntgrößten Uranreserven plane, die Zusammenarbeit mit Russland beim Bau neuer Kernkraftwerke fortzusetzen. „Dies ist nicht das letzte Kernenergieprojekt in Zusammenarbeit mit der russischen Seite." Zuvor hatten Uzatom und Rosatom im September 2025 die Konfiguration eines „integrierten Kernkraftwerks" vereinbart – zwei große VVER-1000-Blöcke der Generation III+ (Gesamtleistung ca. 2 GW) in Kombination mit zwei RITM-200N-Kleinreaktoren (je 55 MW, insgesamt 110 MW), mit einer integrierten Gesamtleistung von über 2,1 GW. Im April dieses Jahres begannen am Standort Jizzakh die Erdarbeiten für die Baugrube der Kleinreaktoren, im März wurden die Vorbereitungen für den ersten Betonguss abgeschlossen, und am 4. Juni fand offiziell die Grundsteinlegung und der erste Betonguss für Block 1 des integrierten Kernkraftwerks statt, was den vollständigen Baustart des Projekts markiert.
Achmedchajajew wies darauf hin, dass der bestehende Standort neben der Aufnahme des bereits festgelegten integrierten Kernkraftwerks auch Platz für ein zukünftiges zweites großes Kernkraftwerk biete. Die usbekische Atomenergiebehörde werde in Abstimmung mit der nationalen Energieplanung die entsprechenden Machbarkeitsarbeiten weiter vorantreiben. Derzeit haben Usbekistan und Russland ein Zusatzabkommen zur aktualisierten Konfiguration unterzeichnet, das die gemeinsame Standortwahl von Klein- und Großreaktoren bestätigt. Die usbekische Seite betont, dass das Projekt eine strategische Säule der „nationalen Energiesicherheitsverteidigung" sei, und investiert kontinuierlich in die Personalentwicklung und die lokale Zulieferindustrie.
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