Ractigen Therapeutics: saRNA reduziert Körperfett um 45 % – Posterpräsentation auf der ADA 2026
2026-06-08 16:45
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de.wedoany.com-Bericht: Ractigen Therapeutics gibt bekannt, dass die Zusammenfassung der neuesten Forschung zu seinem ersten neuartigen Small-Activating-RNA (saRNA)-Kandidaten LiCO-saUcp1 gegen Fettleibigkeit von der 86. Wissenschaftlichen Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA) für eine Posterpräsentation angenommen wurde. Die Tagung findet vom 5. bis 8. Juni 2026 in New Orleans statt.

Aktuelle, auf Inkretin-basierten Medikamenten beruhende Ansätze zur Gewichtsreduktion können zwar eine signifikante Gewichtsabnahme bewirken, gehen jedoch nach Absetzen oft mit einem Verlust an Muskelmasse und einer schnellen Gewichtszunahme einher. Die auf der ADA präsentierten Daten zeigen, dass LiCO-saUcp1 eine direkte Lösung für diese branchenweite Herausforderung bietet. Die Therapie nutzt die unternehmenseigene LiCO™ (Lipid-konjugierte Oligonukleotid)-Verabreichungsplattform, um durch saRNA gezielt die Ucp1-Genexpression zu steuern und hochzuregulieren. Ucp1 ist ein entscheidender Treiber der metabolischen Thermogenese, der mit herkömmlichen Medikamenten bisher nur schwer zu beeinflussen war.

Dr. Long-Cheng Li, Gründer und CEO von Ractigen Therapeutics, betont, dass der Markt für Fettleibigkeit dringend Therapien der nächsten Generation benötigt, die über die reine Appetitunterdrückung hinausgehen. saRNA eröffne einen völlig neuen Weg zur Kontrolle von Fettleibigkeit. Durch die Aktivierung des körpereigenen „Thermostats" zur Wärmeproduktion verändere die Therapie die grundlegende Zusammensetzung der Gewichtsabnahme. Die Daten zeigten, dass das Medikament eine tiefgreifende Fettreduktion bei gleichzeitigem Erhalt der Muskelmasse bewirken und den Stoffwechsel so umprogrammieren könne, dass eine Gewichtszunahme nach der Behandlung verhindert werde.

In einem Mausmodell mit diätinduzierter Fettleibigkeit (DIO) führte LiCO-saUcp1 zu einer Reduktion der Fettmasse um 45 %, während die fettfreie Muskelmasse vollständig erhalten blieb. Im Vergleich dazu führte die Standardtherapie Semaglutid zu einer Abnahme der fettfreien Muskelmasse um 19 %. Mit LiCO-saUcp1 behandelte Tiere hielten ihr Gewicht zwei Monate nach Absetzen der Behandlung und behielten eine Fettreduktion von 46 % bei, während es nach Absetzen von Semaglutid zu einer schnellen Gewichtszunahme kam. In Kombination mit Semaglutid trieb LiCO-saUcp1 synergistisch eine signifikante Reduktion der Fettmasse um 69 % voran (Semaglutid allein: 47 % Reduktion), ohne den bei GLP-1-Medikamenten typischerweise beobachteten Muskelschwund zu verstärken. Darüber hinaus senkte die Therapie dosisabhängig die Lebertriglyceride um bis zu 79 %, was auf eine tiefgreifende Besserung der Lebersteatose hindeutet.

Diese Forschungsergebnisse belegen, dass RNA-Aktivierung sicher die Ucp1-getriebene Thermogenese freischalten kann. Die Zusammenfassung ist online über die Website der Fachzeitschrift Diabetes® verfügbar.

Auf der ADA 2026 trägt die Posterpräsentation den Titel „Aktivierung des thermogenetischen Schalters im Fettgewebe: Eine erste Ucp1-saRNA treibt bei diätinduzierter Fettleibigkeit bei Mäusen eine anhaltende, qualitativ hochwertige Gewichtsabnahme voran" (Posternummer 3066-LB). Der Vortragende ist Dr. Moorim Kang, Chief Technology Officer. Die Präsentation findet am 7. Juni 2026 von 12:30 bis 13:30 Uhr im Ernest N. Morial Convention Center in New Orleans statt.

RNA-Aktivierung (RNAa) ist eine klinisch validierte Plattformtechnologie, die von Ractigen-Gründer Long-Cheng Li und seinem Team entwickelt wurde. Sie nutzt saRNA, um auf Genregulationsregionen abzuzielen, die Expression endogener Gene zu aktivieren und therapeutische Proteinspiegel wiederherzustellen. Ractigen Therapeutics ist ein biopharmazeutisches Unternehmen in der klinischen Phase, das sich auf die Entwicklung von saRNA-Therapien mit dieser Technologie konzentriert und seine Pipeline mit proprietären Verabreichungsplattformen wie SCAD™, LiCO™ und GLORY™ vorantreibt, um ungedeckte medizinische Bedürfnisse in den Bereichen Onkologie, neurologische Erkrankungen und genetische Störungen zu adressieren.

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