IBM-Studie aus den USA: Über 75 % der Unternehmen werden bis 2030 eine digitale Souveränitätsstrategie verfolgen
2026-06-09 13:41
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de.wedoany.com-Bericht: IBM warnt, dass digitale Souveränität zu einer strategischen Anforderung für Unternehmen wird, um das Potenzial von Künstlicher Intelligenz (KI) zu nutzen, ohne ihre Autonomie zu gefährden. Dieser Trend zwingt Organisationen angesichts der rasanten KI-Einführung dazu, Datenmanagement, Algorithmen-Governance und die Kontrolle über technische Infrastruktur zu überdenken. Die vom IBM Institute for Business Value (IBV) in Zusammenarbeit mit der Dubai Future Foundation und Oxford Economics veröffentlichte „KI-Governance-Studie" (AI Governance Study) zeigt, dass große Unternehmen mit einem Wert von 20 Milliarden US-Dollar durchschnittlich 140 Millionen US-Dollar durch KI-Verstöße verlieren.

Die Studie weist darauf hin, dass 48 % dieser wirtschaftlichen Auswirkungen auf Governance-Lücken oder -Mängel zurückzuführen sind. Angesichts dieser Verwundbarkeit zeigen Prognosen, dass bis 2030 über 75 % der Unternehmen über eine Strategie für digitale Souveränität verfügen werden. Obwohl die Implementierung von Orchestrierungstools die Produktivität um das Sechsfache steigern kann, besitzen derzeit weltweit nur 12 % der Unternehmen solche Plattformen, und nur 18 % führen ein formelles Inventar ihrer KI. In Mexiko ist die technologische Sichtbarkeitslücke gravierend: Nur 20 % der Unternehmen im Land wissen genau, welche KI-Funktionen eingesetzt werden und in welchen Bereichen sie laufen.

Darüber hinaus verfügen nur 13 % der mexikanischen Unternehmen über eine vollständige Liste ihrer KI, und nur 3 % besitzen eine Orchestrierungsplattform, obwohl 70 % der mexikanischen Führungskräfte der Ansicht sind, dass eine auf Sicherheit ausgelegte Architektur für die Skalierung von Technologie unerlässlich ist. Laut der „KI-Produktivitätsumfrage" (AI Productivity Survey) von Censuswide und IBM sind 94 % der mexikanischen Arbeitnehmer der Meinung, dass KI in den nächsten 3 bis 5 Jahren für ihre Arbeit entscheidend sein wird, und 86 % geben an, dass KI ihre Produktivität bereits gesteigert hat. Die Umfrage zeigt, dass 67 % der Arbeitnehmer zu einem Unternehmen wechseln würden, das KI aktiv einsetzt, und 40 % sagen, dass dies ihnen ermöglicht, sich auf strategische Aufgaben zu konzentrieren. Der heimische Markt steht jedoch vor drei großen Herausforderungen: fehlende Schulung (betrifft 49 %), Integrationskomplexität (41 %) und Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes (39 %).

Mauricio Torres, Präsident und CEO von IBM Mexiko, wies darauf hin, dass digitale Souveränität jede Branche betrifft und Erfolg nicht mehr von der Speicherung von Informationen, sondern von deren Governance abhängt. Er sagte, Unternehmen müssten Daten in Echtzeit verarbeiten und große Informationsmengen verwalten, jedoch in einem regulierten Modell, in dem sie die Kontrolle über ihre eigenen Daten behalten. Er betonte, dass diese technologische Herausforderung nicht nur den öffentlichen Sektor oder große Unternehmen betrifft, sondern direkt jede Organisation, unabhängig von ihrer Größe. Luis Felipe Guzmán, Leiter für Daten und Künstliche Intelligenz bei IBM Mexiko, erklärte, dass digitale Souveränität auf vier Säulen beruht: Datenkontrolle, KI-Souveränität, Betriebskontrolle über die technische Infrastruktur und die allgemeine Governance digitaler Prozesse.

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