Dach-Photovoltaik der Ceres-Schokoladenfabrik in Indonesien auf 3,6 MW erweitert
2026-06-09 16:21
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de.wedoany.com-Bericht: Am 8. Juni gab TotalEnergies ENEOS die Fertigstellung der zweiten Phase des Dach-Photovoltaik-Projekts in Bandung, Indonesien, in Zusammenarbeit mit PT. Perusahaan Industri Ceres bekannt. In dieser Phase wurden rund 2.400 Solarmodule und eine Spitzenleistung von 1,4 Megawatt Peak vor Ort hinzugefügt, wodurch die gesamte Dach-Photovoltaik-Kapazität des Ceres-Werks in Bandung auf 3,6 Megawatt Peak anstieg.

Die erste Phase des Projekts mit einer Spitzenleistung von 2,2 Megawatt wurde bereits im September 2024 in Betrieb genommen. Nach dieser Erweiterung wird das gesamte System voraussichtlich rund 4.630 Megawattstunden sauberen Strom pro Jahr erzeugen und damit etwa 12 % des Strombedarfs von Ceres decken.

Ceres ist ein bedeutender Hersteller von Schokoladen und Süßwaren in Indonesien. Der Strombedarf des Werks ist kontinuierlich und stabil, mit hohen Anforderungen an Stromkosten, Versorgungssicherheit und ein kohlenstoffarmes Produktionsimage. Diese Erweiterung der Dach-Photovoltaik erfolgt im Rahmen eines langfristigen Stromabnahmemodells, bei dem TotalEnergies ENEOS für Entwicklung, Finanzierung, Bau und Betrieb verantwortlich ist. Ceres trägt keine anfänglichen Kapitalausgaben, sondern zahlt nur für den tatsächlich erzeugten erneuerbaren Strom. Für Lebensmittelverarbeitungs- und Süßwarenfabriken liegt der Vorteil von Dach-Photovoltaik darin, dass sie direkt in die bestehenden Werksflächen integriert werden kann, ohne zusätzliche große Industrieflächen zu beanspruchen. Gleichzeitig kann während der Spitzenproduktionszeiten am Tag ein Teil des Stroms vor Ort genutzt werden, wodurch die Abhängigkeit vom konventionellen Netzstrom verringert wird. Die zweite Phase des Bandung-Projekts hat eine einzelne Demonstrations-Dachanlage zu einem kontinuierlich erweiterbaren Werksenergiekonzept weiterentwickelt. Dies zeigt, dass indonesische Industrieunternehmen dezentrale Photovoltaik als langfristiges Instrument zur Kostensenkung und Emissionsreduzierung betrachten und nicht mehr nur als CSR-Projekt.

Die indonesische Industrie ist weit verbreitet und verfügt über reichhaltige Dachflächen in Fabriken. Branchen wie Lebensmittel und Getränke, Textilien, Elektronik, Verpackung, Gummi, Keramik und Chemie bieten gute Voraussetzungen für die Entwicklung gewerblicher und industrieller dezentraler Photovoltaik. Im Vergleich zu großen Freiflächenanlagen sind Dach-Photovoltaik-Projekte in der Regel kleiner, aber schneller zu realisieren, haben kürzere Netzanschlusswege und einen höheren Eigenverbrauchsanteil, was für Industriekunden direkter spürbar ist. Die zweite Phase des Ceres-Projekts fügt eine jährliche Stromerzeugung von rund 1.380 Megawattstunden hinzu. Zusammen mit der ersten Phase entsteht auf Werksgeländeebene eine stabile Quelle für sauberen Strom während des Tages, die zudem die Auswirkungen von Strompreisschwankungen teilweise abfedert. Für TotalEnergies ENEOS setzt dieses Projekt seine Expansionsstrategie im asiatischen Markt für dezentrale Energie bei Gewerbe- und Industriekunden fort. Der Fokus liegt auf der Bewertung von Fabrikdachflächen, struktureller Sicherheit, Modulanordnung, Wechselrichtersystemen, Stromerzeugungsüberwachung, langfristigem Betrieb und Wartung sowie der Optimierung des Energieverbrauchs der Kunden.

Zukünftige Variablen konzentrieren sich auf die langfristige Stromerzeugungsleistung des Systems, die Abstimmung mit dem Strombedarf der Fabrik, das Erweiterungspotenzial der Dachflächen und das politische Umfeld für gewerbliche und industrielle Photovoltaik in Indonesien. Wenn sich dieses Modell im Ceres-Werk bewährt, könnten ähnliche Unternehmen aus den Bereichen Lebensmittelverarbeitung, Haushaltschemie, Verpackung und Leichtindustrie weiterhin den Ansatz „Investition und Bau durch Dritte + langfristiger Stromabnahmevertrag durch das Unternehmen“ für die werksseitige Energieumstellung übernehmen. Für Indonesien gilt: Obwohl einzelne dezentrale Photovoltaik-Projekte nicht groß sind, kann die gleichzeitige Installation in vielen Fabriken den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen, ohne den Landdruck wesentlich zu steigern, und gleichzeitig eine klarere kohlenstoffarme Stromquelle für die industrielle Lieferkette fördern.

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