Arista aus den USA stellt 1,6-T-Ethernet-AI-Cluster-Produktportfolio vor
2026-06-10 10:07
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de.wedoany.com-Bericht: Arista Networks hat die neue 7060XE7-Serie mit 1,6-Terabit-Ethernet-Plattformen vorgestellt, die als Netzwerkgrundlage für die nächste Generation von AI-Clustern dienen sollen. Dieses Produktportfolio erweitert die Arista-Etherlink-Architektur und unterstützt sowohl horizontale als auch vertikale Skalierung von AI-Bereitstellungen, wobei die Umgebungsanpassung von luftgekühlten Systemen bis hin zu vollständig flüssigkeitsgekühlten Racks reicht. Arista positioniert diese neuen Plattformen als Übergangslösung von eigenständigen Switch-Infrastrukturen hin zu integrierten Rack-Level-AI-Systemen, die Hunderttausende von AI-Beschleunigern unterstützen können.

Die 7060XE7-Serie umfasst verschiedene Konfigurationen, basiert auf einer Switch-Kapazität von 100 Tbps und unterstützt die 224G-SerDes-Technologie. Arista gibt an, dass diese Systeme die steigenden Anforderungen an Dichte, Leistung und Kühlung von AI-Infrastrukturen erfüllen und gleichzeitig Flexibilität bei der Bereitstellung in verschiedenen Beschleunigerarchitekturen bieten. Das Portfolio umfasst luftgekühlte Systeme mit 64 und 128 Ports sowie eine flüssigkeitsgekühlte 2RU-Plattform, die für die Integration in Open-Rack-v3-Umgebungen ausgelegt ist. Der Einsatz von Linear-Pluggable-Optics (LPO) reduziert den Interconnect-Stromverbrauch um etwa 60 % und hilft Betreibern, die Rechendichte innerhalb begrenzter Leistungsbudgets zu maximieren.

Arista betont die Zusammenarbeit mit großen Cloud-Betreibern wie Meta, Microsoft und Oracle sowie mit Ökosystempartnern wie AMD und Broadcom. Diese Systeme integrieren AI-orientierte Softwarefunktionen in Arista EOS, darunter Überlastungsmanagement, dynamischer Lastausgleich, Multi-Path Reliable Connection (MRC)-Unterstützung und erweiterte Telemetrie. Die Plattformen werden in Phasen ausgeliefert, wobei das luftgekühlte 64-Port-System für das vierte Quartal 2026 geplant ist, gefolgt von weiteren flüssigkeitsgekühlten und 128-Port-Konfigurationen Anfang 2027.

„Das AI-Zeitalter erfordert ein Umdenken in der Vernetzung – sie ist nicht länger eine eigenständige Infrastrukturschicht, sondern ein eng integrierter Bestandteil des AI-Hypersystems“, sagte Tyson Lamoreaux, Senior Vice President für Cloud- und AI-Netzwerke bei Arista Networks.

Das neue 7060XE7-Produktportfolio bietet 1,6-T-Ethernet-Konnektivität für AI-Architekturen mit einer Switch-Kapazität von bis zu 100 Tbps pro Plattform. Es unterstützt sowohl horizontale als auch vertikale AI-Architekturen und ist in luftgekühlten sowie flüssigkeitsgekühlten Konfigurationen erhältlich. Die LPO-Technologie reduziert den Interconnect-Stromverbrauch um etwa 60 %. Die Produkte basieren auf dem Broadcom-Tomahawk-6-Switch-Chip und unterstützen Arista EOS sowie offene Netzwerkbetriebssysteme. Die Systeme verfügen über MRC-Resilienz, erweitertes Überlastungsmanagement und AI-orientierten Lastausgleich. Die ersten Systeme werden im vierten Quartal 2026 ausgeliefert.

Analyse: Die Ankündigung von Arista spiegelt den Wandel der Branche hin zu Rack-Level-AI-Architekturen wider, die auf 224G-SerDes und 1,6-T-Ethernet-Konnektivität basieren. Da Hyperscaler-Cloud-Anbieter zunehmend dichtere AI-Cluster bereitstellen, wird das Netzwerk zu einem entscheidenden Faktor für die Gesamtsystemleistung, insbesondere bei groß angelegten Trainings-Workloads, die eine latenzarme kollektive Kommunikation zwischen Zehntausenden von GPUs und XPUs erfordern.

Diese Veröffentlichung stärkt auch die Dynamik von Ethernet in AI-Infrastrukturen. Arista treibt gemeinsam mit Broadcom, AMD, Meta, Microsoft, Oracle und anderen Ökosystempartnern Ethernet-basierte AI-Architekturen als Alternative zu proprietären Interconnect-Lösungen voran. Die Aufnahme flüssigkeitsgekühlter Switch-Plattformen entspricht dem breiteren Branchentrend, AI-Racks mit einer Leistungsaufnahme von nahezu oder über 100 kW pro Rack zu unterstützen, wobei Kühlung und Energieeffizienz zu entscheidenden Bereitstellungsbeschränkungen werden.

XPO-Architektur

XPO (eXtended Performance Overlay) ist eine im März 2026 angekündigte Initiative zur Verbesserung der Ethernet-Leistung, -Resilienz und -Skalierbarkeit von AI-Trainings- und Inferenz-Clustern. Die Architektur ist eine Overlay-Softwareschicht, die auf Ethernet- und RDMA-Architekturen läuft. Zu den wichtigsten Funktionen gehören Multi-Path Reliable Connection (MRC), Überlastungsmanagement, adaptiver Lastausgleich, Telemetrie, Fehlerbehebung und Optimierung der Job-Abschlusszeit. XPO zielt auf AI-Cluster mit Zehntausenden bis Hunderttausenden von GPUs, XPUs und Beschleunigern ab und soll die AI-Netzwerkspezifikation der Ultra Ethernet Consortium (UEC) ergänzen. Zu den Gründungsunterstützern gehören Arista, AMD, Broadcom, Cisco, Juniper Networks, Meta, Microsoft, NVIDIA, Oracle und andere Ökosystempartner. Die neuen Arista 7060XE7-Plattformen integrieren XPO-konforme Funktionen, darunter MRC-Resilienz, dynamischen Lastausgleich, Überlastungssignalisierung und Telemetrie für AI-Architekturen. XPO stellt eine bedeutende branchenweite Anstrengung dar, Ethernet als bevorzugte Interconnect-Architektur für hyperskalige AI-Infrastrukturen zu etablieren.

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