Spanische Costa-Gruppe investiert 300 Millionen US-Dollar in Schweineprojekt in Paraguay
2026-06-10 12:02
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de.wedoany.com-Bericht: Die spanische Costa Food Group hat Investitionen in Höhe von 300 Millionen US-Dollar (etwa 16,5 Milliarden brasilianische Real) in Paraguay für ein integriertes Schweineprojekt angekündigt, mit dem Ziel, eine jährliche Produktion von einer Million Schweinen zu erreichen. Dies stellt eine der größten internationalen Investitionen dar, die die Proteinindustrie des Landes je erhalten hat.

Die Investition erfolgt durch den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Granja San Bernardo im Departamento Alto Paraná, die als einer der effizientesten Betriebe der paraguayischen Schweinehaltung gilt. Die Transaktion wird in Zusammenarbeit mit dem lokalen Unternehmer Hugo Schaffrath durchgeführt. Der Expansionsplan sieht eine deutliche Steigerung der Kapazität vor, mit dem Ziel, etwa 40.000 Sauen zu erreichen. Die Schweineproduktion soll mit einem modernen Schlachthof integriert werden, der derzeit in Naranjal im Süden des Landes gebaut wird. Nach Angaben des Projekts wird die jährliche Produktion nahezu eine Million Schweine betragen, von denen der Großteil in asiatische Märkte exportiert werden soll, insbesondere nach Taiwan und auf die Philippinen, wo der Verbrauch von tierischem Eiweiß rapide wächst.

Die 1966 gegründete Costa Food Group ist einer der größten Lebensmittelkonzerne Europas. Das Unternehmen ist in 107 Ländern mit einem Handelsnetzwerk vertreten und zählt zu den weltweit führenden Produzenten von iberischem Schinken (jamón ibérico). Der Konzern verfolgt ein vollständig vertikal integriertes Modell und kontrolliert alle Schritte von der Tiergenetik über die industrielle Verarbeitung bis hin zum Vertrieb. Derzeit werden etwa 80 % der Produktion des Unternehmens exportiert, was den exportorientierten Charakter des neuen Projekts in Paraguay weiter unterstreicht.

Der spanische Konzern nannte Faktoren für die Wahl Paraguays, darunter makroökonomische Stabilität, günstige Stromkosten, ausreichende Versorgung mit Futtergetreide, wettbewerbsfähige Steuerlast, ein günstiges regulatorisches Umfeld sowie Exportanreize. In den letzten Jahren hat das Land ein Umfeld geschaffen, das als äußerst vorteilhaft für Investitionen in die Agrarindustrie gilt.

Die Investition erfolgt in einer Zeit der starken Expansion der paraguayischen Schweinehaltung. Branchendaten zeigen, dass die Schweinefleischexporte des Landes im September 2025 mehr als 40 Millionen US-Dollar betrugen, ein Anstieg von 75 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für Enzo Manarinni, Präsident des paraguayischen Schweineproduzentenverbandes (Associação Paraguaia de Produtores de Suínos), begünstigen das aktuelle wirtschaftliche und regulatorische Umfeld eine Ausweitung der Investitionen und stärken das Wachstumspotenzial der Branche.

Obwohl Brasilien weiterhin ein globaler Großproduzent und -exporteur von Schweinefleisch ist, ist der Fortschritt Paraguays beachtenswert. Das Nachbarland verfügt über erhebliche Wettbewerbsvorteile, insbesondere bei den Betriebskosten und der Logistik zu bestimmten Märkten. Mit dem Eintritt großer internationaler Konzerne und der Inbetriebnahme neuer Schlachthöfe könnte Paraguay seinen Anteil am globalen Schweinefleischhandel ausbauen. Das Produktionswachstum in der Region könnte auch die Position Südamerikas als strategischer Lieferant von tierischem Eiweiß für Asien stärken und die Präsenz des Kontinents auf dem wachsenden Markt für Fleischkonsum vergrößern.

Diese Investition markiert, dass Paraguay sich zu einem der attraktivsten Ziele für Agrarinvestitionen in Lateinamerika entwickelt. Wenn die Ziele erreicht werden, wird Paraguay mehr Größe, Wettbewerbsfähigkeit und internationale Ausstrahlung gewinnen, seine Position auf dem globalen Schweinefleischmarkt festigen und das Wettbewerbsniveau unter den wichtigsten Exporteuren der Region erhöhen.

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