de.wedoany.com-Bericht: Die Deutsche Telekom hat in Zusammenarbeit mit Palo Alto Networks eine Cybersicherheitslösung für europäische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen vorgestellt, die sich durch eine „Datenhoheitskontrolle“ auszeichnet. Das Produkt trägt den Namen „Sovereign Cortex with T Security“.

Im Rahmen der Lösung wird Palo Alto Networks sein KI-gesteuertes Cortex SecOps-System in der Cloud-Plattform der Deutschen Telekom bereitstellen. Für die am strengsten regulierten Branchen Europas – darunter Gesundheitswesen, öffentlicher Sektor, Finanzdienstleistungen und kritische Infrastruktur – verspricht die Deutsche Telekom eine von ihr unabhängig verwaltete Datenhoheitskontrolle. In einer deutschsprachigen Mitteilung erklärte die Deutsche Telekom, dass die Verschlüsselung vollständig in ihrer Hand liege. Das Unternehmen nutze den externen Schlüsselmanager von Google Cloud und halte und verwalte die Schlüsselverschlüsselungsschlüssel (KEK) unabhängig von Palo Alto Networks und Google, um so die alleinige Zugriffsberechtigung auf die Daten zu gewährleisten. Der Dienst soll im dritten Quartal dieses Jahres starten.
Unternehmen, die in der EU tätig sind, müssen eine wachsende Zahl regionaler Souveränitätsvorschriften einhalten, wie die DSGVO, NIS2 (die neueste Richtlinie über Netz- und Informationssicherheit) und DORA (Gesetz über die digitale operative Resilienz). Palo Alto Networks wies darauf hin, dass diese Vorschriften eine nachweisbare Kontrolle verlangen, die über die reine Datenresidenz hinausgeht. Dazu gehören die Kontrolle der Datenzugriffsrechte, der Verschlüsselungsmethoden, die Prüfung von Zugriffen durch Anbieter sowie die Art und Weise, wie Daten im Supportbetrieb verarbeitet werden.
Die Deutsche Telekom und ihr Partner sind der Ansicht, dass Sovereign Cortex with T Security diese Anforderungen durch die Einführung mehrerer Kontrollebenen erfüllt, die über die Datenresidenz hinausgehen. Diese umfassen Kunden- und System-(Telemetrie-)Daten, Verschlüsselungsschlüssel sowie unabhängig geprüfte Zugriffsprotokolle. Dadurch können streng regulierte europäische Organisationen Cloud-basierte Sicherheitslösungen nutzen und gleichzeitig ihre Souveränität wahren. Palo Alto Networks ergänzte, dass sich alle technischen Supportmitarbeiter ausschließlich in Europa befänden und alle Vertragsvereinbarungen europäischem Recht unterlägen.
Thomas Tschersich, Chief Security Officer (CSO) der Deutschen Telekom und CEO der Deutschen Telekom Security GmbH, erklärte, das gemeinsame Produkt sei auf europäischem Qualitätsniveau einzigartig. Es erfülle die Compliance-Anforderungen von NIS2, DORA und KRITIS (Gesetz über die Kritische Infrastruktur in Deutschland) in Bezug auf die Datenhoheit, ohne dass Kunden Abstriche bei der Effektivität der Netzwerkverteidigung machen müssten.
Helmut Reisinger, CEO von Palo Alto Networks für die Region Europa, Naher Osten und Afrika, betonte, dass europäische Organisationen sowohl eine Echtzeit-KI-gesteuerte Sicherheit als auch überprüfbare Datenhoheitskontrollen benötigten und nicht gezwungen sein sollten, sich zwischen beidem zu entscheiden. Der Dienst reagiere direkt auf die Anforderungen europäischer Kunden und Aufsichtsbehörden. Es handele sich um einen Dienst, der die europäische Souveränität respektiere, die von den Kunden geschätzte Sicherheitseffektivität und modulare Plattformorientierung beibehalte und das Vertrauen der Kunden widerspiegele.
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