de.wedoany.com-Bericht: Ansaldo Nucleare hat kürzlich zwei Modernisierungsprojekte im slowenischen Kernkraftwerk Krško (NEK) abgeschlossen: die Modernisierung der Wasseraufbereitungsanlage und den Austausch der Abgaskompressoreinheiten. Bei beiden Projekten fungierte Ansaldo Nucleare als Generalunternehmer und war für Engineering, Beschaffung, Bau, Installation und Inbetriebnahme verantwortlich. Im Februar 2026 erteilte NEK Ansaldo Nucleare einen weiteren Auftrag zur Modernisierung der Brandschutzanlage des Kernkraftwerks, dessen Fertigstellung für 2027 geplant ist.
Das Modernisierungsprojekt der Wasseraufbereitungsanlage wurde im Oktober 2025 abgeschlossen und im April 2026 vollständig in Betrieb genommen. Diese schlüsselfertige Modernisierung erhöhte die Betriebsflexibilität und automatisierte die Produktion von deionisiertem Wasser für die Reaktorspeisung. Die neue Konfiguration umfasst mehrere Aufbereitungslinien und ein modernes verteiltes Kontrollsystem (DCS), das die Überwachungsfähigkeiten verbessert und einen hochautomatisierten Betrieb ermöglicht.
Das Projekt zum Austausch der Abgaskompressoreinheiten umfasste den Ersatz von zwei Abgaskompressoren durch neue Anlagen. Ansaldo Nucleare unterstützte die Auslegung und Lieferung der Wärmetauscher dank seiner ASME-Zertifizierung und Fachkenntnisse in amerikanischen und europäischen Nuklearnormen. Aufgrund des begrenzten Platzangebots im Werk wurden die Kompressoren zerlegt, zur Baustelle transportiert und dort wieder montiert. Die Abnahmetests wurden planmäßig abgeschlossen, und im November 2025 wurde die Übergabevereinbarung unterzeichnet.
Daniela Gentile, CEO von Ansaldo Nucleare, erklärte, dass diese Aktivitäten die langjährige Partnerschaft mit NEK stärken, indem sie die Verwaltung komplexer Modernisierungsprojekte unter anspruchsvollen Bedingungen unterstützen, um die höchsten Standards an Sicherheit, Effizienz und Betriebszuverlässigkeit bei NEK aufrechtzuerhalten. Sie wies darauf hin, dass Italien im Jahr 2025 etwa 5 Terawattstunden Strom aus Slowenien importierte, was rund 10 % seiner gesamten Stromimporte entspricht, und unterstrich damit die wichtige Rolle Sloweniens in der italienischen Energielandschaft.
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