Italienisches Saipem-Schwerlast-Kran- und Rohrlegerschiff bereitet sich auf 4-Milliarden-Euro-Gasprojekt im Schwarzen Meer vor
2026-06-10 14:26
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de.wedoany.com-Bericht: 9. Juni – Das italienische Ingenieur-, Bohr- und Baudienstleistungsunternehmen Saipem hat kürzlich den aktuellen Standort seines multifunktionalen DP3-Schwerlast-Kran- und Rohrlegerschiffs aktualisiert. Das Schiff bereitet sich auf ein Gasprojekt im rumänischen Teil des Schwarzen Meeres vor.

Saipem gab bekannt, dass sein JSD6000-Multifunktions-DP3-Schwerlast-Kran- und Rohrlegerschiff derzeit im Hafen von Genua liegt und Vorbereitungsarbeiten für das Neptun-Deep-Projekt im Schwarzen Meer durchführt.

Das Unternehmen erklärte, dass das im Hafen von San Giorgio liegende Schiff technische Überholungen, Wartungs- und Modernisierungsarbeiten an seinen Schlüsselsystemen, insbesondere der Rohrlegeausrüstung, durchführen wird, um die vollständige Einhaltung der Betriebsanforderungen sicherzustellen.

Die JSD6000 wurde im Juni 2024 ausgeliefert und wird von dem italienischen Konzern als eines der fortschrittlichsten Schiffe seiner Klasse bezeichnet. Es verfügt über S-Lay- und J-Lay-Rohrlegekapazitäten, kann in Tiefwassergebieten eingesetzt werden und ist mit einem 5.200-Tonnen-Vollkreisdreh-Schwerlastkran ausgestattet.

Das Schiff verfügt über ein J-Lay-System mit einer Rohrlegekapazität von 1.500 Tonnen und einer Rohrhaltekapazität von 2.000 Tonnen, das für die Verlegung von Doppel- und Vierfachrohren geeignet ist. Zudem ist es mit einem S-Lay-System ausgestattet, das unter unerwarteten Betriebsbedingungen eine Rohrhaltekapazität von 900 Tonnen aufweist, sowie mit einem modularen Stinger, der von einem patentierten Steuerungssystem gesteuert wird.

Nach Abschluss der Vorbereitungen wird das Schiff zum Neptun-Deep-Gasentwicklungsprojekt im Schwarzen Meer vor der rumänischen Küste verlegt werden, wo es eine Schlüsselrolle bei den Unterwasserinstallationsarbeiten spielen wird. Das 215 Meter lange Schiff wird für die Installation der Unterwasser-Infrastruktur in tiefen Gewässern verantwortlich sein, um die Gasbohrlöcher mit der Produktionsplattform zu verbinden.

Die rumänische Tochtergesellschaft OMV Petrom des österreichischen OMV-Konzerns treibt das Projekt gemeinsam mit ihrem Partner Romgaz voran. Die voraussichtlichen Gesamtinvestitionen belaufen sich auf bis zu 4 Milliarden Euro, und die erste Gasförderung wird für 2027 angestrebt.

Das Neptun-Deep-Projekt umfasst eine Offshore-Produktionsplattform, drei Unterwasser-Produktionssysteme, zehn Produktionsbohrungen (von denen vier bereits im Pelican-South-Block abgeteuft wurden und sechs im Domino-Block gebohrt werden) sowie eine Onshore-Gasmess- und -Regelstation in Tuzla.

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