de.wedoany.com-Bericht: Das Ministerium für Wasserressourcen und Bewässerung Kasachstans treibt das ökologische Projekt „Smart Water District“ weiter voran und fordert Unternehmen auf, fünfjährige Wassersparpläne zu erstellen, um den zunehmend ernsteren Herausforderungen im Bereich Wasserressourcen zu begegnen. Bis 2030 plant das Land, die Anwendungsfläche wassersparender Technologien mithilfe moderner Technik auf 1,3 Millionen Hektar auszuweiten.

Derzeit entfallen rund 60 % des nationalen Wasserverbrauchs auf die Landwirtschaft. In den letzten Jahren hat sich die Verbreitung wassersparender Technologien in diesem Bereich deutlich beschleunigt. Die Anwendungsfläche ist von früher 30.000 Hektar auf jährlich 150.000 Hektar gestiegen und soll bis 2030 1,3 Millionen Hektar erreichen. Janibek Nabijew, Leiter der Abteilung für industrielle Wasserspartechnologien im Ministerium für Wasserressourcen und Bewässerung, erklärte, dass die Übergangsphase im Industriesektor noch in diesem Jahr enden werde. Bis 2027 müssten alle Unternehmen fünfjährige Wassersparpläne erstellen, die eine Reduzierung des Wasserverbrauchs, eine genaue Erfassung von Verlusten und die Einführung von Technologien zur Wasserwiederverwendung vorsehen.
Nabijew führte aus, dass es landesweit rund 5.600 große und mittlere Unternehmen gebe, von denen 93 Schlüsselunternehmen 95 % des industriellen Wasserverbrauchs ausmachten. Die Anforderung eines fünfjährigen Wassersparplans werde zunächst für diese großen Wasserverbraucher verbindlich eingeführt. Darüber hinaus werde der Staat beim Bau von Schulen, Kindergärten und verschiedenen sozialen Infrastrukturen „intelligente“ Wassersparsysteme einführen, die unter anderem berührungslose Wasserhähne und Druckknopf-Wassersparvorrichtungen umfassen. Das Ministerium für Wasserressourcen und Bewässerung ergänzte, dass derzeit neue Baustandards erarbeitet würden, die vorsähen, dass Gebäude ohne wassersparende Technologien nicht in Betrieb genommen werden dürften – ein pragmatischer Schritt des Landes im Bereich Wassereinsparung.

Um Unternehmen zur Anwendung wassersparender Technologien zu motivieren, ist das ökologische Projekt „Smart Water District“ bereits in die Umsetzungsphase eingetreten. Das Projekt umfasst Industrieunternehmen, Hotels, Restaurants, Einkaufszentren, Bürogebäude und Bildungseinrichtungen. Im Rahmen des Projekts wird das Wassersystem jeder teilnehmenden Einrichtung einer Schnellbewertung unterzogen und erhält maßgeschneiderte Wassersparlösungen. Die Organisatoren planen, auf Basis der gesammelten Daten professionelle Analyseberichte zu erstellen, die die Wasserstruktur, regionale Besonderheiten und das Wassersparpotenzial der einzelnen Branchen untersuchen, um konkrete Empfehlungen zur Steigerung der Wassereffizienz zu geben. Das Zentrum für Wasserinformationsanalyse und der Verband „Grüne Stadt“ haben eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit unterzeichnet. Das Zentrum wird den Wasserverbrauch der teilnehmenden Unternehmen bewerten und methodische Unterstützung bei der Umsetzung von Wassersparmaßnahmen leisten.

Die stellvertretende Vorsitzende des Vorstands des Zentrums für Wasserinformationsanalyse, Schanna Chasjanowa, wies darauf hin, dass die neue Fassung des „Wassergesetzbuchs“ den Unternehmen eine Richtung vorgebe und aktives Wassersparen eine Vorbereitung auf die Zukunft sei. Für die Wirtschaft sei die Senkung des Wasserverbrauchs ein Kernelement zur Sicherung der Produktionsnachhaltigkeit. Durch die Teilnahme am Projekt „Smart Water District“ könnten Unternehmen ihre eigenen Kennzahlen mit Branchenstandards vergleichen und darauf aufbauend praktikable Verbrauchsreduzierungspläne entwickeln. Zuvor hatten relevante Institutionen bereits eine ähnliche Initiative namens „Smart Plastic Zone“ ins Leben gerufen, an der landesweit über 70 Unternehmen teilnahmen.
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