de.wedoany.com-Bericht: Ein mit Hühnermist betriebenes Biomassekraftwerk in Norfolk, Großbritannien, steht aufgrund des Auslaufens eines staatlichen Förderprogramms vor der Schließung, was den Verlust von über 100 Arbeitsplätzen zur Folge haben könnte. Es handelt sich um das Kraftwerk Thetford (Thetford Power Station), das von der Melton Renewable Energy betrieben wird und am Rande des Thetford Forest liegt. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1999 erzeugt das Kraftwerk Strom durch die Verbrennung von Hühnermist (einschließlich Kot und Federn) und verkauft die dabei entstehende Asche als Düngemittel. Derzeit verarbeitet die Anlage jährlich rund 370.000 Tonnen Geflügelmist.
Die Zukunft des Kraftwerks ist ungewiss, da die Förderung durch Erneuerbare-Energie-Zertifikate (ROC) im März 2027 ausläuft und ein Nachfolgeprogramm noch nicht festgelegt wurde. Terry Jermy, Abgeordneter für den Wahlkreis South West Norfolk, setzt sich seit über einem Jahr für eine Klärung der Zukunft des Kraftwerks ein, hat die Angelegenheit kürzlich erneut im Parlament zur Sprache gebracht und fordert ein direktes Gespräch mit einem Regierungsminister. Jermy warnt, dass die Auswirkungen einer Schließung weit über den Arbeitsplatzverlust hinausgingen. Ohne die Anlage zur Verarbeitung von Geflügelabfällen könnten über 500.000 Tonnen Mist letztlich auf Felder ausgebracht werden, was die Umweltschutzbemühungen zur Säuberung von Flüssen, Seen und Wasserstraßen in Ostengland zunichtemachen könnte.
Umweltministerin Mary Creagh bestätigte ein Treffen mit Jermy und erklärte, die Regierung arbeite an einem Nachfolgeprogramm für das Green Gas Scheme. Eddie Wilkinson, CEO von Melton Renewable Energy, betonte, das Kraftwerk sei ein wichtiger Beitrag zur lokalen Wirtschaft und unterstütze qualifizierte Arbeitsplätze, lokale Lieferketten sowie eine nachhaltige Abfallverwertung.
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