GreenDot aus Norwegen und Osapiens aus Deutschland bringen EU-EPR-Compliance-KI-Tool auf den Markt
2026-06-10 16:03
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de.wedoany.com-Bericht: Am 9. Juni gab das norwegische Chemie-Recyclingunternehmen Agilyx ASA bekannt, dass seine Tochtergesellschaft GreenDot Global eine strategische Partnerschaft mit dem deutschen Technologieunternehmen Osapiens eingegangen ist, um eine auf künstlicher Intelligenz basierende Softwarelösung für die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) im Bereich Verpackungscompliance auf dem EU-Markt einzuführen. Das Tool kombiniert GreenDots Erfahrung in den Bereichen EPR-Verpackungscompliance, Verpackungslizenzierung und Herstellerverantwortungssysteme mit der Osapiens HUB-Plattform für nachhaltiges Wachstum, um Unternehmen bei der Erfüllung der Berichts- und Rechenschaftspflichten gemäß der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung zu unterstützen.

Die EU-Verpackungscompliance wird zunehmend komplexer. Unternehmen, die Produkte in mehreren Mitgliedstaaten verkaufen, müssen sich mit unterschiedlichen nationalen Anforderungen an Herstellerregistrierung, Verpackungsdatendeklaration, Gebührenberechnung, Recyclingverantwortung und Berichtsformaten auseinandersetzen. Die Compliance-Arbeit ist oft über mehrere Systeme, Tabellen und lokale Agenturprozesse verteilt. Mit der Weiterentwicklung der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung müssen Unternehmen nicht nur die Art, das Gewicht, den Verbleib und die Verantwortlichen für Verpackungsmaterialien kennen, sondern auch schneller länderübergreifende Datensammlungen und -prüfungen durchführen. Das von GreenDot und Osapiens eingeführte Tool bündelt die Erfassung von Verpackungsdaten, die Compliance-Beurteilung, die Pflichtenberechnung und die Berichtsprozesse auf einer digitalen Plattform und reduziert so die wiederholten Arbeiten von Unternehmen in den verschiedenen EU-Märkten.

Diese Software wird KI-gestützte Arbeitsabläufe nutzen, um Unternehmen bei der automatischen Erfassung und Validierung von Verpackungsdaten zu unterstützen und über vorkonfigurierte Schnittstellen eine Verbindung zu den nationalen Registrierungssystemen und EPR-Programmen herzustellen. Die Plattform kann die Verantwortlichkeiten und Pflichten von Unternehmen gemäß den Anforderungen verschiedener europäischer Länder berechnen und gleichzeitig günstigere Gebührenstrukturen identifizieren, wodurch die Verpackungscompliance von manueller Bearbeitung zu automatisierter Verwaltung übergeht. Für Unternehmen aus den Bereichen Konsumgüter, Einzelhandel, E-Commerce, Lebensmittel und Getränke, Chemie sowie grenzüberschreitende Fertigung ist die Verpackungscompliance nicht mehr nur eine Backend-Aufgabe der Finanz- oder Rechtsabteilung, sondern wirkt sich direkt auf den Marktzugang, die Kostenkalkulation und die Transparenz der Lieferkette aus.

Das Kooperationsmodell spiegelt auch den Digitalisierungstrend bei Kreislaufwirtschaftsdienstleistungen wider. GreenDot verfügt über eine starke industrielle Basis im europäischen Verpackungsrecycling und in den Herstellerverantwortungssystemen, während Osapiens eine KI-gesteuerte Plattform für Unternehmenscompliance und Lieferkettentransparenz bereitstellt. Durch die gemeinsame Vermarktung und das Umsatzbeteiligungsmodell bleiben EPR-Dienstleistungen nicht mehr auf Beratung, Deklaration und lokale Agenturprozesse beschränkt, sondern werden weiter produktisiert und plattformisiert. Unternehmenskunden können Verpackungsdaten, gesetzliche Anforderungen und Marktunterschiede innerhalb desselben Tools verarbeiten, die Effizienz grenzüberschreitender Geschäfte steigern und gleichzeitig Compliance-Risiken durch versäumte oder fehlerhafte Meldungen sowie Gesetzesänderungen reduzieren.

Für die Informations- und Kommunikationstechnologie- sowie Unternehmenssoftwarebranche stellt das EPR-Compliance-KI-Tool ein neues Anwendungsszenario im Bereich „RegTech + nachhaltige Lieferkette" dar. Mit der zunehmenden Stärke der europäischen Anforderungen an ESG-Berichterstattung, Sorgfaltspflichten in der Lieferkette, Produktrückverfolgbarkeit und Verpackungsreduzierung wird die Nachfrage von Unternehmen nach automatisierten Compliance-Systemen, Datenschnittstellen, KI-Prüfungen, Stammdatenmanagement und grenzüberschreitenden Berichtstools weiter steigen. Zu den nächsten Schritten gehören der Einführungsrhythmus des Tools in den wichtigsten EU-Märkten, die Abdeckung der Schnittstellen zu den nationalen EPR-Systemen, die Geschwindigkeit der Kundenakquise sowie die mögliche zukünftige Ausweitung auf weitere Produktverantwortungsbereiche wie Batterien, Elektro- und Elektronikgeräte sowie Textilien. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte die Zusammenarbeit von GreenDot und Osapiens ein standardisierteres KI-Softwarebereitstellungsmodell für den europäischen Verpackungscompliance-Markt bieten.

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