de.wedoany.com-Bericht: Die brasilianische Nationale Telekommunikationsbehörde (Anatel) hat mit der permanenten Überwachung der für mobile Kommunikationsdienste genutzten Funkfrequenzbänder begonnen und zu diesem Zweck die Umsetzung des „Mobilfunk-Spektrum-Überwachungsplans“ (PM-EM) gestartet.

Der Plan wird von der Generaldirektion für Regulierung (SFI) der Anatel geleitet und integriert mehrere technische Verbesserungen, die in früheren Plänen gesammelt wurden. In Bezug auf die Mobilität systematisiert der PM-EM die zuvor sporadisch und verstreut durchgeführten Mess- und Analysearbeiten in standardisierter, permanenter Form.
Die Anatel erklärte, dass der Plan darauf abzielt, die Produktion technischer Daten zur Spektrumnutzung zu erweitern. Diese Daten werden zur Unterstützung von Regulierungsmaßnahmen, zur Vermeidung von Störungen und als Grundlage für regulatorische Entscheidungen im Zusammenhang mit der Entwicklung der brasilianischen Mobilfunknetze verwendet.
Die Anatel verspricht, dass dieses Modell durch den Einsatz neuer Überwachungsstationen, Automatisierung und spezieller Werkzeuge die Mess- und Analysekapazitäten erweitert. Die Entwicklung des PM-EM basiert auf eigenen Lösungen, die vom Innovationslabor der SFI geleitet werden.
Die Pilotphase des Plans wurde vom 22. bis 30. April im Bundesstaat Santa Catarina durchgeführt, der landesweit eine Vorreiterrolle in diesem Regulierungsbereich einnimmt. Die Messungen umfassten die Stadt Florianópolis sowie einige Städte im Landesinneren mit hoher Dichte an 4G- und 5G-Netzen.
Als Nächstes plant die Anatel, neue Tests am Instituto Eldorado durchzuführen, um das Messsystem vollständig zu beschreiben und die Auswirkungen von Regulierungsfahrzeugen auf die Ergebnisse zu bewerten. Nach Abschluss der Studien und Verfeinerung der Methodik wird der PM-EM landesweit kontinuierlich umgesetzt.
Die Anatel hofft, mit den gewonnenen Daten die Forschung zur Spektrumskoexistenz und zur Koordination zwischen Mobilfunksystemen und neuen Architekturen zu unterstützen. Die betreffenden Bereiche umfassen nicht-terrestrische Netze (NTN), Direct-to-Device (D2D)-Kommunikation, hochkapazitives Outdoor-WLAN und Satellitendienste der nächsten Generation bis hin zum Aufkommen von 6G. Die Regulierungsbehörde wies darauf hin, dass der Plan auch technische Bewertungen der Zuteilung, Festlegung, Kanalisierung und des Spektrum-Recyclings von Funkfrequenzbändern unterstützen wird, um Entscheidungen für eine effiziente Spektrumnutzung zu untermauern.
Die Generaldirektorin der SFI der Anatel, Gesilea Teles, erklärte in einer Stellungnahme, dass die Umsetzung des Plans einen bedeutenden Wandel in der Arbeitsweise der Behörde markiere und die Entwicklung hin zu einem zunehmend analytischen und präventiven Regulierungsmodell widerspiegele. Durch die Integration von Automatisierung und neuen Überwachungstechnologien kann die Behörde proaktiv nach Lösungen suchen, um die optimale Nutzung des begrenzten und wertvollen Spektrums sicherzustellen.
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