de.wedoany.com-Bericht: Meta hat eine Reihe neuer Funktionen für seine Video-Bearbeitungs-App Edits eingeführt, darunter einen KI-Assistenten, ein Test-Label für experimentelle Funktionen und detailliertere Zielgruppenanalyse-Tools.

Edits wurde letztes Jahr erstmals vorgestellt und ist eine direkte Konkurrenz zur Video-Bearbeitungs-App CapCut von ByteDance. Meta hofft, mit den neuen und bald verfügbaren Tools sowohl bestehende Nutzer zu halten als auch neue anzuziehen.
Der neue KI-Assistent hilft Kreativen, ihre Zielgruppendaten zu analysieren und Content-Ideen zu entwickeln. Der Assistent nutzt die Instagram-Daten der Kreativen, wie Videoaufrufe und Bindungsrate, um ihnen zu helfen zu verstehen, welche Inhalte funktionieren und warum. Der KI-Assistent schlägt auf Basis der Content-Performance Videoideen vor und empfiehlt die Nutzung von Trend-Audio für die Erstellung von Inhalten.
Durch die direkte Integration des KI-Assistenten in Edits möchte Meta Kreative dazu bewegen, kontinuierlich auf Instagram aktiv zu bleiben, um der Konkurrenz von TikTok und YouTube um die Aufmerksamkeit der Kreativen entgegenzuwirken. Darüber hinaus ermutigt Meta die Nutzer durch die Bereitstellung von Content-Ideen, häufiger Inhalte zu veröffentlichen, was die Nutzerbindung steigern dürfte. Die direkte Nutzung des KI-Assistenten macht es für Kreative auch überflüssig, für die Ideenfindung und Leistungsanalyse auf externe Tools wie ChatGPT zurückzugreifen.
Letzte Woche hat Meta bereits ein ähnliches KI-Assistenten-Tool für Kreative auf Facebook eingeführt. Auch YouTube und TikTok bieten Kreativen Tools zur Ideenfindung. So gibt es beispielsweise in YouTube Studio einen Reiter „Inspiration", der mithilfe von KI Videoideen generiert; TikTok bietet Kreativen einen KI-Assistenten zur Ideenfindung und Trendentdeckung. Die Desktop-Version von Edits wird es Kreativen ermöglichen, den Bearbeitungsprozess präziser zu steuern und auf einem größeren Bildschirm zu arbeiten, was bei anspruchsvolleren Bearbeitungsabläufen hilfreich sein wird. Meta gibt an, dass Kreative nahtlos zwischen mobilen Geräten und dem Desktop synchronisieren können. Die bevorstehende Desktop-Version wird Edits auch besser in die Lage versetzen, mit CapCut zu konkurrieren, das bereits eine Desktop-Version anbietet.

Zu den heute eingeführten neuen Funktionen gehört ein „Beta"-Label, das Kreativen frühen Zugang zu experimentellen Funktionen in der Entwicklung gewährt und es ihnen ermöglicht, Meta Feedback zu geben. Die Einführung dieses Labels zeigt, dass Meta besser mit CapCut konkurrieren und die Funktionsentwicklung basierend auf den tatsächlichen Bedürfnissen und Nutzungsanforderungen der Kreativen beschleunigen möchte.
Kreative können jetzt auch detailliertere Metriken einsehen, wie z. B. die demografische Aufschlüsselung des Publikums und die Zeiten, zu denen das Publikum am aktivsten ist. Diese neuen Metriken ergänzen die bestehenden Analysefunktionen der App, zu denen Daten wie die Dauer, die Zuschauer ein Video ansehen, wie viele Follower sie durch ein bestimmtes Video gewinnen, und an welcher Stelle Nutzer aufhören, ein Video anzusehen, gehören. Darüber hinaus können Kreative im „Inspirations"-Feed der App nach bestimmten Themen suchen, um Reels und Vorlagen zu entdecken, die andere Kreative zu einem bestimmten Trend oder einer Idee erstellt haben. Sie können auch mehrere Versionen eines einzelnen Inhalts erstellen, um vor der Veröffentlichung zu testen, welche Version am besten abschneidet. Obwohl Instagram keine genauen Nutzerzahlen für Edits mitteilt, gibt das Unternehmen an, dass mit der App erstellte Inhalte im Vergleich zu nicht mit Edits erstellten Inhalten eine um 10 % höhere Speicherrate und eine um 2 % höhere Weiterleitungsrate aufweisen und dass mehr als die Hälfte der Nutzer, die täglich Reels auf Instagram ansehen, Inhalte sehen, die mit Edits erstellt wurden. Meta gab an, dass der heute angekündigte KI-Assistent derzeit bei Teilnehmern einer Creator-Veranstaltung am Donnerstag getestet wird, während die Desktop-Version von Edits „in Kürze" erscheinen soll. Die übrigen Funktionen sind ab heute für alle Nutzer verfügbar.
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