de.wedoany.com-Bericht: General Atomics (GA) hat kürzlich bekannt gegeben, dass das Unternehmen mit dem US-Energieministerium (DOE) zusammenarbeitet, um Designkonzepte für eine Testanlage für „Blankets" (Brutblankets) eines vollständigen Fusionskraftwerks zu entwickeln. Dieses öffentlich-private Projekt wird vom US-Energieministerium mit Anschubfinanzierung unterstützt, um am Idaho National Laboratory (INL) eine Vorkonzeptplanung durchzuführen. Zu den Kooperationspartnern gehören außerdem Kyoto Fusioneering, die University of California San Diego sowie weitere Partner aus Industrie und Wissenschaft.
Die neue Blanket Component Test Facility (BCTF) wird es Wissenschaftlern und Ingenieuren ermöglichen, integrierte Fusionsblanketsysteme zu bewerten. Diese Systeme verwenden feste, flüssige oder salzartige lithiumbasierte Materialien, die die Innenwände des Fusionsreaktors auskleiden, um Energie einzufangen und das für die Aufrechterhaltung der Fusionsreaktion benötigte Tritium zu erzeugen. Ingenieure werden die Anlage nutzen, um zu bestätigen, dass die zirkulierenden Blanketflüssigkeiten effektiv Wärme abführen, mechanischen Belastungen standhalten und auf Kraftwerksebene sicher Brennstoff extrahieren können – ein entscheidender Schritt vor komplexeren Neutronen- und Tritiumtests.
Brian Grierson, Direktor für Fusionsenergietechnologie bei General Atomics, erklärte, dass die Blanket-Testanlage der Fusionsgemeinschaft die Geschwindigkeit und den Maßstab bieten werde, die zur Risikominderung bei der Entwicklung von Blankets der nächsten Generation erforderlich seien. Anantha Krishnan, Senior Vice President von General Atomics, sagte, dass noch nie zuvor ein Fusionsblanket in dieser Größenordnung getestet worden sei. Die Fertigstellung der BCTF bringe die Fusion einen Schritt näher von der Wissenschaft hin zu einer praktischen, nachhaltigen Energiequelle. Patrick Calderoni, Leiter des Fusionsprogramms am Idaho National Laboratory, betonte, dass die Anlage es den Teams ermöglichen werde, die für die Realisierung der Fusionsenergie erforderlichen Komponenten zu testen und zu validieren.
Das Programm soll das bestehende Magnettechnologiezentrum von General Atomics nutzen, in dem im vergangenen Jahr der ITER-Zentralsolenoid gebaut wurde – der weltweit stärkste gepulste supraleitende Magnet. Sollte das Projekt in die vollständige Bauphase übergehen, wird die bestehende Infrastruktur die erforderlichen fortschrittlichen Geräte und Fachkenntnisse bereitstellen.
Das BCTF-Projekt wird auch den Status Kaliforniens, insbesondere San Diegos, als globales Zentrum für Fusionsforschung und -technik stärken. Der kalifornische Senatsgesetzentwurf 80 (SB 80) hat kürzlich das California Fusion Research and Development Innovation Program ins Leben gerufen, das dem Fusionsökosystem in der Region politische Unterstützung bietet. Wayne Solomon, Vizepräsident für Magnetfusionsenergie bei General Atomics, erklärte, dass San Diego sich schnell zum Zentrum der Fusionswirtschaft entwickle. Der Bau einer integrierten Testanlage werde die nächste Phase der Umwandlung wissenschaftlicher Entdeckungen in nachhaltige Energie markieren.
Durch die Fusion leichterer Atomkerne wird Energie freigesetzt, ohne dass langlebige radioaktive Abfälle entstehen. Sie gilt als nahezu unerschöpfliche Quelle für kohlenstofffreien Strom. General Atomics ist das erste Fusionsunternehmen in den USA, das 1957 sein erstes Forschungsprojekt zur Fusion startete. Derzeit betreibt das Unternehmen mit DIII-D die größte magnetische Fusionseinrichtung für Nutzer in den USA.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









