de.wedoany.com-Bericht: Das chilenische Unternehmen Inversiones La Frontera del Biobío SpA hat dem System zur Umweltverträglichkeitsprüfung (Sistema de Evaluación de Impacto Ambiental, SEIA) das Projekt „Hochspannungs-Übertragungsleitung 2x220 kV zwischen San Carlos und dem Umspannwerk Mulchén" vorgelegt. Geplant ist eine Investition von 7 Millionen US-Dollar zur Stärkung der Stromübertragungsinfrastruktur in der Region Biobío.
Das Projekt befindet sich derzeit in der Umweltprüfungsphase. Vorgesehen ist der Bau einer 220-kV-Doppelleitung mit einer Gesamtlänge von etwa 9,03 Kilometern, die vollständig im Gemeindegebiet von Mulchén verläuft. Die Leitung soll einen Knotenpunkt 4,4 Kilometer nördlich der Stadt mit dem Umspannwerk Mulchén des Unternehmens Colbún verbinden.
Laut der Umwelterklärungsdatei beträgt die maximale installierte Leistung der Leitung 350 MVA. Sie soll den Strom aus zukünftig in der Region entwickelten Energieprojekten in das Nationale Stromsystem (Sistema Eléctrico Nacional, SEN) einspeisen. Die Infrastruktur besteht aus 27 Hochspannungsmasten mit Höhen zwischen 35,8 und 48,7 Metern. Das Projekt umfasst außerdem Zufahrtsstraßen für Bau und Betrieb, Montageplätze für die Leitungen sowie weitere Nebenanlagen.
Das Unternehmen plant den Baubeginn für Januar 2030, mit einer voraussichtlichen Bauzeit von 5,5 Monaten. Während der Bauphase wird eine maximale Belegschaft von 80 Arbeitern zum Einsatz kommen. Der Betriebsstart ist für Juni desselben Jahres vorgesehen. Die Nutzungsdauer der Infrastruktur ist auf 50 Jahre ausgelegt, die laut Eigentümer durch Wartungs- und Modernisierungspläne verlängert werden kann.
Das Projekt wird eine Gesamtfläche von etwa 41,45 Hektar beanspruchen, einschließlich dauerhafter und temporärer Anlagen. Zu den temporären Anlagen gehören Montageplätze für die Leitungen, Baueinrichtungen sowie Bereiche für die Montage von Strukturen und Leiterseilen. Die Leitung verläuft hauptsächlich durch ländliche Gebiete, die land- und forstwirtschaftlich genutzt werden, außerhalb der im Flächennutzungsplan der Gemeinde Mulchén festgelegten Stadtgrenzen.
Der Eigentümer gibt an, dass das Projekt keine signifikanten Auswirkungen auf natürliche Ressourcen, menschliche Gemeinschaften, kulturelles Erbe oder Schutzgebiete haben wird. Daher wurde es in Form einer Umwelterklärung und nicht als Umweltverträglichkeitsstudie eingereicht. Zu den in Betracht gezogenen Maßnahmen gehören ein Emissionskontrollplan, Lärmminderung während der Bauphase, Rettung und Umsiedlung empfindlicher Wildtiere, Abfallentsorgung sowie eine Umweltüberwachung der Bauarbeiten. Das Projekt sieht auch Notfallpläne für potenzielle Betriebs- und Umweltrisiken vor.
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