de.wedoany.com-Bericht: Der chilenische Außenminister Francisco Pérez Mackenna und Energieministerin Jimena Rincón besuchten kürzlich das Ölfeld Vaca Muerta in Argentinien, um den Energieintegrationsprozess beider Länder zu festigen. Vaca Muerta ist das größte Öl- und Gasfördergebiet Argentiniens und einer der wichtigsten Produktionsknotenpunkte Südamerikas.
Energieministerin Rincón betonte die sich entwickelnden Beziehungen zwischen beiden Ländern in diesem Bereich und erklärte, dass eine Integration möglich sei. Argentinien habe durch Chile zahlreiche Chancen, und auch Chile profitiere von dieser Integration. Der Außenminister wies darauf hin, dass dieser Besuch eine neue Phase der Zusammenarbeit einleite. Für Chile bedeute dies eine Stärkung der Energiesicherheit und eine Diversifizierung der Versorgungsquellen, während Argentinien über Chile Zugang zu stabilen Märkten und eine logistische Plattform für die Expansion seiner Ressourcen ins Ausland erhalte.

Der Außenminister erklärte, das Ziel sei es, klare Regeln und eine effiziente Infrastruktur zu schaffen, um eine wettbewerbsfähige und stabile Energieentwicklung in beiden Ländern zu gewährleisten. Die Integration von Netzen, die Harmonisierung von Vorschriften und die Förderung privater Investitionen seien eine kluge wirtschaftliche Entscheidung, die beide Länder wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger mache und sie weniger anfällig für internationale Schwankungen. Er fügte hinzu, dass Vaca Muerta ein Motor für die Integration des Südkegels werden könne und Chile bereit sei, ein verlässlicher Partner in diesem Projekt zu sein.
Zur chilenischen Delegation gehörten auch mehrere Politiker, darunter der stellvertretende Minister für öffentliche Arbeiten, Nicolás Balmaceda. Der Besuch beruht auf der Energiekomplementarität zwischen beiden Ländern: Argentinien verfügt mit Vaca Muerta über eine der größten unkonventionellen Gasreserven und die viertgrößten unkonventionellen Ölreserven der Welt, während Chile über Hafeninfrastruktur, LNG-Terminals, regulatorische Erfahrung, logistische Kapazitäten und einen strategischen Zugang zum Pazifik verfügt, der Argentinien beim Export seines Gases auf den Weltmarkt helfen kann.
Der Gouverneur der Provinz Neuquén, Rolando Figueroa, und der Generaldirektor von YPF, Horacio Daniel Marín, nahmen ebenfalls an dem Besuch teil. Marín informierte die chilenischen Minister über die Expansionspläne in Vaca Muerta in den kommenden Jahren, die Investitionen von über 100 Milliarden US-Dollar vorsehen. Der Außenminister erklärte, die Idee sei, diese Infrastruktur zu nutzen, um die Versorgung Argentiniens in den kommenden Jahren sicherzustellen. Die Energieministerin betonte ebenfalls, dass die Zusammenarbeit bessere Chancen biete, und verwies auf das RIGI-Investitionsprogramm, das Steuervergünstigungen, Integration und Rechtssicherheit biete.
Während des Besuchs fand auch ein Runder Tisch zwischen den chilenischen und argentinischen Delegationen statt, der im Rahmen des bilateralen Integrationsforums Biobío-Neuquén unter der Leitung des Regionalpräsidenten von Biobío, Sergio Giacaman García, und des Gouverneurs der Provinz Neuquén abgehalten wurde. In technischen Arbeitsgruppen wurden Themen wie Logistik, Infrastruktur, Energie, Konnektivität, Handelsaustausch und Produktionsentwicklung erörtert, um die Zusammenarbeit zu stärken und die gemeinsame Entwicklungsagenda voranzutreiben.
Auf regionaler Ebene macht Vaca Muerta Argentinien zu einem wichtigen Akteur in der Energieversorgung, wobei die Gasproduktion in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich kontinuierlich steigen wird. Argentinien hat bereits ab 2029 eine Liberalisierung des Gasplans bestätigt, die den Abschluss von Verträgen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren ermöglicht. Die Energieministerin erklärte, dass der Transport von Gas aus Vaca Muerta über das Verflüssigungsterminal in der chilenischen Region Biobío auf den internationalen Markt machbar sei. Im Jahr 2025 beliefen sich die chilenischen Importe von Energieprodukten auf 14,416 Milliarden US-Dollar, wovon 20 % aus Argentinien stammten, das damit nach den USA der zweitgrößte Energielieferant für den chilenischen Markt ist.
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