de.wedoany.com-Bericht: Die Grupo Carrefour Brasil hat eine neue Partnerschaft mit GreenYellow geschlossen, um in 54 ihrer Filialen Solaranlagen zu installieren. Vor etwa zwei Monaten hatte die Gruppe mit Casa dos Ventos einen langfristigen Stromselbstversorgungsvertrag im Wert von 1 Milliarde Brasilianischen Real unterzeichnet.

Das Projekt umfasst Filialen der Marken Carrefour, Atacadão und Sam's Club, die alle zu dieser Einzelhandelsgruppe gehören. Das Projekt wird voraussichtlich von GreenYellow mit 100 Millionen Brasilianischen Real investiert, die installierte Leistung beträgt etwa 38 MWp, und es können jährlich rund 56 GWh Strom erzeugt werden, was ausreicht, um durchschnittlich 30 % des Strombedarfs der teilnehmenden Filialen zu decken.
Das Projekt verwendet ein Modell namens Grid Zero, bei dem der gesamte von der Photovoltaikanlage erzeugte Strom lokal verbraucht wird und keine überschüssige Energie ins Netz eingespeist wird. Die Installation der Anlagen begann in der ersten Juniwoche und soll innerhalb von 12 bis 14 Monaten abgeschlossen sein. Der zwischen den beiden Parteien unterzeichnete Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren; nach Ablauf des Vertrags geht das Eigentum an der Ausrüstung auf die Grupo Carrefour Brasil über. Derzeit betreibt der Einzelhändler bereits in 19 Filialen Solaranlagen im Grid-Zero-Modus.
Diese Maßnahme wird neben der Senkung der Energiekosten auch zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens beitragen. Nach Angaben der beiden Unternehmen können diese Systeme voraussichtlich jährlich etwa 2.000 Tonnen Kohlendioxid (CO₂) vermeiden, was dem Pflanzen von etwa 10.000 Bäumen entspricht.
Das Projekt folgt dem Modell „Energy as a Service", bei dem GreenYellow die Entwicklung, Finanzierung, Installation und den Betrieb der gesamten erforderlichen Infrastruktur übernimmt, während Carrefour keine Vorabinvestitionen tätigen muss. In diesem Modell übernimmt GreenYellow alle Aspekte des Projekts, einschließlich der Planung, Beschaffung der Ausrüstung, Installation und des Betriebs der Anlage. Im Gegenzug zahlt der Kunde eine Servicegebühr und erhält Strom zu wettbewerbsfähigeren Kosten.
Die Wahl des Grid-Zero-Modells durch die Carrefour-Gruppe erfolgt zu einer Zeit, in der die Stromindustrie die zunehmenden Auswirkungen der dezentralen Stromerzeugung (GD) auf die Verteilnetze diskutiert. Da keine überschüssige Energie ins Netz eingespeist wird, reduziert dieses Modell die Interaktion zwischen der Photovoltaikanlage und der Verteilinfrastruktur, die in den Diskussionen über Lastflussumkehr und Netzanschlussbeschränkungen für neue Projekte zunehmend in den Fokus rückt.
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