de.wedoany.com-Bericht: Die venezolanische Regierung hat bekannt gegeben, dass das Land fünf Abkommen mit dem britischen Ölkonzern Shell unterzeichnet hat, um Öl- und Gasprojekte voranzutreiben. Dazu gehört die Beteiligung von Shell am vielbeachteten Offshore-Gasfeld Loran, dessen geschätzte Reserven bei 7 Billionen Kubikfuß liegen. Shell hatte bereits Anfang dieses Jahres entsprechende Vereinbarungen zu diesen und anderen Projekten mit Venezuela getroffen. Shell ist eines der wenigen großen ausländischen Unternehmen, das die Investitionsmöglichkeiten im venezolanischen Energiesektor nutzt, nachdem Präsident Nicolás Maduro im Januar von den USA festgenommen wurde.
Beide Seiten vereinbarten zudem eine technische Allianz zur Erweiterung der Ölfelder im Norden von Monagas und unterzeichneten ein Abkommen zur Beschaffung von Ausrüstung und Ersatzteilen, das darauf abzielt, das Abfackeln von Erdgas zu reduzieren. Im Rahmen einer vereinbarten technischen Allianz wird der Ausbau der nördlichen Ölfelder von Monagas vorangetrieben, während ein weiteres Abkommen zur Beschaffung von Ausrüstung und Ersatzteilen speziell auf die Reduzierung des Gasabfackelns abzielt.
Das Loran-Gasfeld sowie das weitere venezolanische Dragon-Projekt mit 4,2 Billionen Kubikfuß, an dem Shell beteiligt ist, sollen dem südamerikanischen Land mit seinen reichen Offshore-Erdgasreserven den Einstieg in den Export von Offshore-Erdgas ermöglichen. Das geförderte Gas soll nach Trinidad geliefert werden, um dort zu Flüssigerdgas verarbeitet zu werden.
Obwohl Shell sich zuvor aus venezolanischen Projekten zurückgezogen und seine Büros geschlossen hatte, steht das Unternehmen nun an der Spitze der Liste der wichtigsten Partner der venezolanischen Staatsölgesellschaft PDVSA.
Die amtierende US-Präsidentin Delcy Rod erklärte bei der vom staatlichen Fernsehen übertragenen Unterzeichnungszeremonie, die Erteilung dieser Genehmigung sei „ein historischer Schritt“.
In einer Regierungserklärung hieß es, Shell werde in der Lage sein, die Menge an Verdünnungsmitteln zu erhöhen, die den Raffinerien zur Verfügung stehen, um das Flaggschiff des Landes für den Export, das schwere Rohöl Merey, zu produzieren. Gemäß einer im April mit der venezolanischen Regierung unterzeichneten Vereinbarung wird auch BP (British Petroleum) am Loran-Gasfeld und am nahegelegenen Offshore-Projekt Cocuina Manakin beteiligt sein.
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