de.wedoany.com-Bericht: Am 11. Juni hat der russische Telekommunikationsbetreiber Megafon eine Backbone-Strecke auf Basis kompakter 400G-Transceiver in Betrieb genommen, um seine Rechenzentren in Moskau miteinander zu verbinden. Die Strecke nutzt kompakte Hochgeschwindigkeits-Transceiver des russischen Unternehmens Neoros, die die Einzelkanalkapazität auf 400G erhöhen. Dadurch kann die Übertragungsleistung vervierfacht und die Netzwerkkosten im Rechenzentrums-Interconnect-Szenario gesenkt werden.
Es handelt sich um eine typische Aufrüstungsstrecke für Rechenzentrums-Interconnect.
Mit dem Wachstum von Cloud-Diensten, Videodiensten, mobilem Internet, Unternehmensleitungen und KI-Computing-Aufgaben steigt der Druck auf den Datenaustausch zwischen den Rechenzentren der Betreiber kontinuierlich. In der Vergangenheit, als optische Module mit niedrigeren Raten verwendet wurden, erforderte eine Kapazitätserweiterung oft zusätzliche Ports, Karten, Gehäuse und Glasfaserressourcen, was gleichzeitig die Kosten für Rechenzentrumsfläche, Strom und Betrieb erhöhte. Der Wert kompakter 400G-Transceiver liegt darin, dass sie mit einer höheren Portrate mehr Verkehr bewältigen können, sodass dieselbe Backbone-Strecke eine Kapazitätsaufrüstung ohne wesentliche Erhöhung der physischen Ressourcen ermöglicht.
Die Entscheidung von Megafon, diese Strecke zunächst zwischen den Moskauer Rechenzentren zu implementieren, folgt der Logik der Netzwerkevolution von Betreibern. Rechenzentren in Hauptstadtregionen beherbergen in der Regel Kernanwendungen, Unternehmenskunden, Content-Distribution, Cloud-Dienste und hochparallelen Datenaustausch. Wenn die Bandbreite zwischen den Knotenpunkten nicht ausreicht, werden die Benutzerzugriffsverzögerung, die Effizienz der Dienststeuerung und die Fähigkeit zur Notfall-Synchronisation beeinträchtigt. Nach der Kapazitätserhöhung der Backbone-Strecke kann der Betreiber den Datenverkehr zwischen den Rechenzentren schneller umleiten und so eine stabilere Basis für mobile Netze, Festnetz-Breitband, Unternehmens-ICT-Dienste und digitale Plattformen schaffen.
Die Rolle von Neoros ist ebenfalls beachtenswert. Das Unternehmen ist ein russischer Entwickler und Hersteller optoelektronischer Geräte, dessen Produktpalette aktive und passive optische Kommunikationsgeräte umfasst und der über Produktionskapazitäten für NRZ-, PAM4-, kohärente DCO-Transceiver, AAWG-Multiplexer sowie DWGM- und XPON-bezogene Geräte verfügt. Öffentlich zugänglichen Informationen zufolge beliefert das Unternehmen Telekommunikationsbetreiber, Banken, Rechenzentren, Regierungsbehörden und andere Organisationen mit Hochgeschwindigkeits-Kommunikationsgeräten.
Im aktuellen Umfeld der russischen Kommunikationsindustrie hat der Einsatz heimischer Hochgeschwindigkeits-Optikmodule in Backbone-Strecken von Betreibern eine starke Lieferketten-Bedeutung. Hochgeschwindigkeits-Transceiver sind Schlüsselkomponenten bei der Aufrüstung optischer Netze; sie beeinflussen nicht nur die Bandbreitenfähigkeit, sondern auch die Gerätekompatibilität, den Stromverbrauch, die Wärmeableitung, die Zuverlässigkeit und die späteren Wartungskosten. 400G-Produkte können in Rechenzentrums-Interconnect, Metro-Backbone, Cloud-Netz-Integration und Hochkapazitäts-Übertragung eingesetzt werden. Wenn der Einsatzbereich erweitert wird, wird dies den Anteil russischer lokaler optischer Kommunikationsgeräte in Kernnetzen erhöhen.
Diese Art von Aufrüstung ist kein sofort vom Nutzer wahrnehmbares „neues Paket", aber sie bestimmt, ob das Backend-Netzwerk höheren Datenverkehr bewältigen kann.
Für die Informations- und Kommunikationstechnologie-Industriekette wird die 400G-Backbone-Strecke von Megafon die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Optikmodulen, Switching- und Routing-Geräten, Wellenlängenmultiplex-Systemen, Rechenzentrums-Interconnect-Geräten, Testinstrumenten, Netzwerküberwachungsplattformen und Betriebsdienstleistungen ankurbeln. Insbesondere vor dem Hintergrund des Wachstums von KI-Computing und Cloud-Diensten benötigen Rechenzentren größere Bandbreiten für Modelldaten, Backup-Daten, Dienstspiegelung und Echtzeit-Verkehrssteuerung. Wenn Betreiber die Backbone-Interconnect-Fähigkeit vorzeitig aufrüsten, haben sie eine bessere Grundlage für die anschließende Bereitstellung von Unternehmens-Cloud-, Edge-Computing- und Hochbandbreiten-Leitungsdiensten.
Die nächsten Schwerpunkte liegen auf der Betriebsstabilität dieser Moskauer Strecke, der Anpassungsfähigkeit der 400G-Transceiver über größere Entfernungen und an mehr Knotenpunkten, der Frage, ob Megafon das Konzept auf andere städtische Rechenzentren ausweitet, und ob Neoros in der Lage ist, Hochgeschwindigkeits-Optikmodule in Serie zu liefern. Wenn die ersten Betriebsergebnisse der Strecke den Erwartungen entsprechen, werden die Backbone-Netze und Rechenzentrums-Interconnect der russischen Betreiber weiter in Richtung hoher Dichte, niedriger Kosten und lokaler Geräte voranschreiten. Dies zeigt auch, dass der Wettbewerb bei der Informations- und Kommunikations-Infrastruktur nicht nur auf 5G-Basisstationen und Endgerätedienste beschränkt ist, sondern auch die unsichtbare Hochgeschwindigkeits-Optiknetz-Fähigkeit zwischen Rechenzentren umfasst.
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